1. Gaia - Teil 03


    Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... kein Problem, aber auch damals gab es sicherlich schon Fälscher und wir wollten nicht riskieren durch zu perfekte Replikationen aufzufallen. Ein Wagen mit Waren und ein paar Pferden war da schon weniger auffällig und würde uns auf dem Markt mit den notwendigen Münzen versorgen. Die Vorbereitungen nahmen etwa einen Tag in Anspruch. Wir replizierten einen großen Holzwagen, römische Amphoren die wir mit modernem Wein füllten, wir replizierten ein paar Ballen Seidenstoff und versorgten uns mit gut verpackten Rationen für uns selbst. Mein Latein verbesserte ich indem ich mir vor dem Aufbruch noch ein paar entsprechende Bücher in den Kopf saugte und teilte mein wissen dann gedanklich mit Christiane. Auch wenn wir Deutsche, oder wie man uns in Rom früher nannte: „Cherusker", „Langobarden", usw., für Römer meist nur Barbaren waren, so hoffte ich das unsere Sprachkenntnisse und der Wagen zusammen mit Christianes dunklerer Haut uns hinreichend als Händler tarnen würden.
    
    Als alles so weit war und wir passend gekleidet in unserem Vorgarten standen verabschiedete uns Sandra noch im Morgengrauen, traurig nicht auch mitkommen zu können. Aber da es unser erster Versuch war empfanden wir es als zu gefährlich. Falls etwas passierte käme ich garantiert klar, aber Sandra könnte irgendetwas zustoßen oder sie konnte einfach im Gewühl der Menge untergehen und wenn wir uns nicht wiederfanden in der Geschichte verschwinden und dann wären Daniel und Arya ohne Mutter. Das wollte ich einfach nicht ...
    ... riskieren. Christiane kannte das Risiko, sie hatte keine Kinder und ich glaube ich hätte sie auch trotz meiner Kräfte kaum daran hindern können mitzukommen, selbst wenn ich gewollt hätte. Wenn alles gut ging würde es auch kaum eine Rolle spielen. Wir wären zurück kaum das wir aufgebrochen waren. So hatten wir es mit Sandra vereinbart. Für uns würden zwei Tage vergangen sein und für sie nur zwei Sekunden. Wir wollten dann direkt den Wagen wegbringen, die Leute zur gesundheitlichen Inspektion auf Gaia bringen (eine Quarantäne für Neuankömmlinge die wir zum Schein immer noch aufrechterhielten und die zunächst jeden neuen Bewohner gesundheitlich prüfte um keine Krankheiten einzuschleppen) und uns dann wieder unter die Nackten auf unserer Welt mischen. Schon komisch. Auf der Erde will man nicht nackt auf der Straße gesehen werden und Gaia gilt es inzwischen genau anders herum. :-)
    
    Das Stadtleben im alten Rom begann sicher sehr früh und ich wollte uns genug Zeit lassen um uns umzusehen. So brachte ich uns auf eine kleine Lichtung vor den Ortseingang von Pompeji um etwa 5 Uhr morgens Ortszeit. Wir beide brauchten einen Moment uns zu orientieren aber den Ort selbst zu finden war nicht schwer. Im allgemeinen galten die Römer als sehr hygienisch orientiert durch Ihre Bäder und Aquädukte aber eine Kanalisation gab es noch nicht. So brauchten wir nur unseren Nasen zu folgen um den Gestank der Straßen ausmachen zu können und uns zielsicher an den Ort zu bringen wo wir hin wollten. Wir ...
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