1. Gaia - Teil 03


    Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... noch den Kopf gesenkt.
    
    -"Nein. Ich befehle dir gar nichts. Du bist jetzt frei und kannst tun was auch immer du willst." sagte ich ihr. Dann kam mir eine Idee.
    
    Ich lief zum Nahe gelegenen Cafe-Bereich orderte am Replikator ein Feuerzeug und ging zurück. Bei den beiden angekommen drückte ich es ihr in die Hand und forderte die Frau auf:
    
    -"Hier nimm das und drück hier oben drauf."
    
    Sie betätigte das Feuerzeug und die übliche kleine Flamme tauchte auf. Die Frau machte große Augen.
    
    -"Magie..." murmelte sie.
    
    -"Nein. Keine Magie. Das ist ein Werkzeug, ähnlich wie ein Messer, ein Karren oder ein Wasserkrug. Nur ist dieses Werkzeug wesentlich fortschrittlicher. Jeder kann es bedienen. Auch du wie du gerade gesehen hast. Oder hast du jemals Zauberkräfte besessen?"
    
    -"Nun, nein Herr."
    
    -"Nenn mich bitte nicht Herr. Du bist jetzt dein eigener Herr bzw. Herrin. Du entscheidest selbst für dich. Alles was ich dir eben gezeigt habe, unsere Reise hierher ist das Ergebnis unserer modernen Technik, unserer Werkzeuge die die Menschen erfunden haben. Wir sind weder Götter noch Magier oder Gebieter. Wir sind Menschen wie du."
    
    -"In Ordnung. Aber was soll ich jetzt tun? Wo soll ich hin?"
    
    -"Das entscheidest du allein. Wir bringen dich und die anderen in unsere Stadt. Da kannst du dir ein schönes leeres Haus suchen es dir gemütlich machen und ein Leben beginnen wie du es willst. Oder du kannst auch deine eigene Farm besitzen und das Land bestellen."
    
    -"Kann ich ...
    ... vielleicht mit euch mitkommen? Ich glaube ich wäre hier erst einmal verloren."
    
    Christiane blickte mich zweifelnd und verunsichert an. Und ich teilte Ihr Unbehagen. Was wohl Sandra sagen würde? Und ob es so gut wäre mit zwei Neugeborenen einen Streuner aufzunehmen? Aber auf der anderen Seite hatten wir, ... hatte ich sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und nun Verantwortung für sie.
    
    -"Wir werden sehen. Das bespreche ich zunächst einmal mit meiner Familie. Wir finden schon eine Lösung. Aber tu mir den Gefallen und rede mit niemandem über das was du erlebt hast bisher. Kein Wort darüber wo du herkommst oder die anderen Menschen hier, wie du gelebt hast oder wie ich uns hergebracht habe in Ordnung? Für die Menschen hier ist moderne Technik etwas Bekanntes, aber auch für sie wäre es noch zu unglaublich. Sie ist auch für sie noch zu fortschrittlich. Nur ich beherrsche sie und es ist besser für sie wenn sie sich nicht damit auseinandersetzen müssen. Ähnlich wie ein Lagerfeuer das außer Kontrolle geraten und in falschen, vielleicht noch kindlichen Händen zu einem Waldbrand werden kann, ist sie zu gefährlich für andere. Versprich mir das okay?"
    
    -"In Ordnung. Aber was soll ich sagen wer ich bin und wo ich herkomme wenn mich einer fragt?"
    
    -"Wie heißt du denn und woher kommst du?" fragte ich zurück.
    
    -"Einen Namen habe ich nicht. Man sagte mir ich sei die Tochter eines germanischen Stammesfürsten etwas östlich des Rheins. Ich wurde von römischen Truppen als kleines Mädchen ...
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