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Die alte Frau und der junge Mann
Datum: 03.06.2022, Kategorien: Betagt,
... gibt es jetzt keinen Ärger dachte ich mir.: „Da scheint aber jemand durchgefroren zu sein, bist du erstarrt!?", sagte sie mit einem wunderbaren Lächeln. Ich erschrak und wusste zu erst gar nicht was ich sagen sollte, blickte auf die braunen Fließen und stotterte dann vor mich hin: „Ja, draußen ist es heute echt kalt, ich muss mich erst mal wieder aufwärmen" „Ach so ist das also, zum aufwärmen bist du hier natürlich genau richtig." Wenn sie nur wüsste wie heiß mich ihr Anblick schon gemacht hat, zum Glück hatte ich meine langen Wintermantel an, so konnte ich meinen, durch den Schreck nur noch halb ausgefahrenen Freund zwischen den Beinen gut verstecken. „Sag mal, kenne ich die nicht irgendwoher, wie heißt du?" „Ich heiße Johannes Müller, aber woher sollten sie mich denn kennen?, frage ich und blickte weiter auf die Fliesen. „Ach Johannes, dann bist du bestimmt der Neffe von Christine, oder?! „Sie hat viele Bilder von dir in der Wohnung, deshalb bist du mir gleich so bekannt vorgekommen." strahlte sie. „Sie hat schon oft von dir erzählt, wie ehrgeizig du das Schwimmen verfolgst und wie clever du dich in der Schule anstellst. Ich war verblüfft, Christine kannte die Frau, mit den größten Brüsten die ich jemals live vor mir gesehen habe. Ich war sprachlos und wusste nicht was ich sagen sollte. „Warum hat es dir denn jetzt die Sprach verschlagen Johannes?". „Warum guckst du denn die ganze zeit auf den Boden wenn ich mit dir spreche?" Ich schwieg ...
... weiterhin und in meinem gesenkten Kopf kreisten unendlich viele Gedanken die sich um die faszinierende Frau drehten, die gerade mit mir redete und sogar meinen Namen kannte. „Du brauchst nicht schüchtern sein Johannes, mit deiner Tante redest du doch auch ganz normal wenn du Sie zum Kaffee besuchst und dabei ihren leckeren Apfelkuchen isst. Das weiß ich , wir haben schon oft über dich geredet und sie ist sehr stolz einen solch hübschen Enkel zu haben." „Ich bin übrigens Monika Gessner." sagte sie mit einem Lachen. „Wenn du heute nicht mit mir reden willst, musst du mir aber wenigstens deine Eintrittskarte zeigen, damit ich dir einen Stempel geben kann." sagte sie in einem gespielt strengen Ton und lächelte weiterhin freundlich. Endlich begann mein Hirn wieder normal zu Arbeiten und ich blickte schüchtern in ihr herzlich, lächelndes Gesicht und nickte ihr zu. „Alles klar", sagte ich und streckte meinen Kopf in Richtung meines Rucksacks um die Eintrittskarte zu suchen. „Oh nein...", nuschelte ich, immer noch am Suchen, in meinen Rucksack hinein. „Was gibt's denn mein Lieber? War da wieder jemand ohne Kopf unterwegs?" sagte Frau Gessner mit ihrem üblichen freundlichen Lächeln und ahnte schon was kam. „Ich glaube ich muss anschreiben lassen.", sagte ich mit meinen hübschesten Lächeln um nicht nochmal nach Hause laufen zu müssen und die Karte zu holen, die ich anscheinend zuhause vergessen hatte. „So so! Will hier jemand umsonst ins Schwimmbad?", sagte sie mit ...