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Duschkonzert
Datum: 27.08.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... Vielleicht war ihr Gesicht etwas zu normal, vielleicht die Stirn etwas zu hoch und die Nase etwas zu groß. Aber sie hatte das vollendetste Lachen und eine Art sich zu bewegen, die jedem zeigte, dass sie sich in ihrem Körper absolut zu Hause fühlte. „Du starrst", sagte Christoph, indem er sich mit einem vollbepackten Teller neben mich setzte. Er hatte Recht. Fast war ich über seine Stimme erschrocken, so sehr war ich in Gedanken. „Sorry", murmelte ich. Christoph sah mich an und machte sein unverwechselbar spöttisch-irritiertes Gesicht. „Jeder Mann hat ein Grundrecht zu starren! Lass dir von niemandem einreden, dass es nicht so wäre." „Warum ermahnst du mich dann?", fragte ich. „Nur ein Feststellung, keine Ermahnung", entgegnete er. „Gut, warum musst du das dann feststellen?", beharrte ich. „Ich bin ein Beobachter. Mir entgeht nichts. Muss ich einen Grund haben, das Offensichtliche festzustellen?" „Du bist ein Schwachkopf", stellte ich im Aufstehen klar. Ich ging hinüber zum Buffet und löffelte mir Cornflakes und ein paar Haselnüsse in eine Schüssel. Dann sah ich mich nach der Milch um. Warum gibt es immer Cornflakes aber nie Milch dazu? „Brötchen?", fragte neben mir Nele und hielt mir zwei ins Gesicht. „Nee, Milch", erwiderte ich. „Hast du welche gesehen?" „Die sind gut", sagte sie und wedelte mit den Brötchen vor meiner Nase herum. Irritiert zeigte ich ihr meine Schale mit trockenen Cornflakes. Warum wollte sie mir diese dämlichen ...
... Brötchen andrehen? „Wirklich gut", sagte sie unbeeindruckt und plötzlich hielt sie beide Brötchen aneinander und setzte hinzu, „wirklich ... knackig!" In diesem Augenblick brach Maras Tisch in prustendes Lachen aus. Mara hob entschuldigend beide Arme und zuckte dann mit den Schultern: „Sorry!" Einen Moment suchte ich erneut nach etwas, das ich hätte werfen können, doch dann entschied ich mich anders. Ich verbeugte mich langsam und majestätisch in Richtung des Tisches und warf Mara eine Kusshand zu. Ich löffelte mir einen Schlag Erdbeer-Joghurt in meine Cornflakes und setzte mich zurück zu Christopher. „Keine Fragen", sagte ich nur. „Hey, kein Ding. Echte Kerle schweigen", erwiderte der ernst und blickte aufmerksam in meine Cornflakes. „Gute Idee das mit den Haselnüssen. -- Knackig." Begleitet von einem erneuten Heiterkeitsausbruch vom Nebentisch, klatschte ich Christoph mit der flachen Hand über den Hinterkopf. „Au!", rief der. „Hilfe! Gewalt!" Ich rechnete ein bisschen damit, dass mich das Ganze über den Tag verfolgen sollte, aber nachdem um zehn die erste Probenrunde begonnen hatte, wurde die Stimmung ernster. Wieder konnte ich während der gesamten Probe kaum meinen Blick von Mara wenden. Wie sie da stand, den ganzen Körper gespannt, den Kopf etwas emporgereckt, sodass ihr Hals noch verführerischer leuchtete als sonst. Wie sie sich immer wieder die dünnen, blonden Strähnen aus der Stirn strich. Der Probentag war hart und lang. Als wir gegen zehn ...