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So klein ist die Welt
Datum: 05.10.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... es überall im Süden von Frankreich finden konnte, nur halt jeder eben komplett leicht bis fast gar nicht bekleidet war. Etwa in der Mitte des Platzes hatte eine Brasserie seine Tische und auch ein paar Bäume in Kübeln aufgebaut, unter denen man im Schatten sitzen konnte. „Jetzt etwas Kaltes zu trinken, das wäre eine Idee", dachte sie und suchte sich ein Plätzchen in der hintersten Reihe. Zu spät erinnerte sie sich, dass sie Französisch abgewählt und durch spanisch ersetzt hatte, als auch schon der Kellner, ein kauziger Alter, bekleidet mit Sandalen, einer orangen Bond-Badehose mit Gürtel und einem Champagnersäbel daran auf sie zu trat. Sie versuchte es mit dem einzigen Getränk, das überall auf der Welt gleich hieß. „Uno Cola, bitte?" Scheinbar schien sie für diesen Herren und diese Gaststätte ein merkwürdiges Ansinnen zu haben, denn dieser runzelte die Stirn und verließ sie nach einem Fingerzeig und einem "une moment" Richtung des Inneren der Brasserie. Sie schaute ihm hinterher und hörte ein kurzes Flüstern, sah kurz den Schopf eines jungen Mannes und dann wieder geflüstert. Kurze Zeit später kam der junge Mann mit einer Flasche Cola und einem Glas. „Entschuldige bitte, aber bei uns trinkt so gut wie niemand Cola", sagte er in akzentfreiem Deutsch. „Was trinkt ihr denn hier normalerweise", fragte Leonie neugierig. „Also normalerweise trinkt man hier Champagner oder Wein verdünnt mit Quellwasser. Mein Opa ist weithin dafür berühmt, wie gekonnt er die ...
... Flaschen mit dem Säbel öffnen kann." „Ach deshalb läuft er mit so einem Teil durch die Gegend, ich hab mich schon gewundert." Und dann folgte Leonie ihrer Neugierde. „Warum kannst du so gut deutsch?" „Ich habe lange Zeit mit meiner Mutter in Deutschland gewohnt, bis mein Opa dringend Hilfe hier im Laden brauchte und seitdem helfe ich in den Semesterferien aus." „Oh schade." „Wieso schade?" „Ich dachte, du hättest ein bisschen Zeit für mich." „Nur wenn ich ein Date bekomme." „Fällst du immer so schnell mit der Tür ins Haus?" „Nur wenn ich jemanden von Anfang an sympathisch finde." Sie spürte, dass sie rot wurde. „Aber du kennst mich doch nicht." „Ich wette aber mit dir, dass wenn ich deine Hand halte, kann ich viel über dich heraus bekommen." „Zum Beispiel?" „Zum Beispiel wo du in Deutschland wohnst." „Ha, die Wette kann ich nur gewinnen. Um was wetten wir?" „Wenn ich es nicht errate, bekommst die Cola umsonst. Wenn ich es errate, dann ziehst du dein Shirt aus." „Das geht nicht, da hab ich nichts drunter." „Eben, sonst wäre es ja auch kein Wetteinsatz. Aber du bist dir doch sicher, dass du gewinnst, oder?" „Das kannst du nicht erraten. Die Cola hab ich sicher." „Okay, trau dich", er setzte sich vor sie und hielt ihr seine Hand entgegen. Sie nahm sie und er schloss die Augen. „Hm du kommst von einem Dorf. Nicht viele Einwohner... ich sehe ... eine Stadtmauer... ich sehe ... eine Burg..." Ihr wurde komisch, als er so ...