-
Hör meinem Körper zu - Enflammé
Datum: 07.11.2022, Kategorien: Erstes Mal
... unsere Körper. Zwei offene Münder. Vier zuckende Augenlider. Zwanzig ungezügelte Finger. Unendliches Verlangen. Mittlerweile waren unsere Köpfe nebeneinander und wir stöhnten beide unsere Lust in das Ohr des Anderen. So unbeschreiblich, wie Lena klang und wie sie sich anfühlte, konnte ich mich nicht mehr lange halten. Ich wurde für zwei Herzschläge still, dann stöhnte ich mit hoher, zitternder Stimme auf, während ich in Lena pulsierte und in ihr kam. Lena strahlte. Mit funkelnden Augen flüsterte sie: »Danke. Das war wunderschön!« Ich wusste nicht, was ich erwidern sollte, also lehnte ich mich nach vorne für einen langen Kuss, bevor ich schnell der Notwendigkeit unserer Verhütung nachging. »Darf ich mich noch ein bisschen um dich kümmern?«, fragte ich und fuhr mit den Fingern über ihre immer noch geöffneten Beine Richtung Mitte. »Oh. Oh ja. Bitte.« Ich tauchte wieder zwischen ihren Schenkeln ab und kurze Zeit später krallte sich Lenas Hand in meine Haare. ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Pyjama und rote Bäckchen ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Ich blinzelte das erste Mal. Die Decke war noch über meiner Nase. Zwischen dem Schneeweiß der Bettdecke schimmerte der schmale Streifen Morgensonne, der zwischen den Vorhängen hindurchschien, auf Lenas haselnussbraunem Schopf. Ich realisierte ihre Anwesenheit und meine Gefühlswelt verwandelte sich wieder in Zuckerwatte. Als ich mich aufrichtete und Lena beim Schlummern beobachtete, fing mein Kopf allmählich an, die Bilder der vergangenen Nacht abzuspielen, ...
... als wollte er für jede einzelne Sekunde die Bestätigung, dass sie wirklich passiert war. Und als ich da so an unseren ersten Kuss dachte, legten sich meine Fingerkuppen vorsichtig auf Lenas Kopf, um in kleinen Bahnen durch ihr Haar zu streichen. Dass ich neben einer unverschämt hübschen Frau mit nackten Brüsten unter der Decke liegen durfte, löste in mir irgendwie das Verlangen danach aus, ihr Frühstück zu machen. So eins mit Bacon, Eiern, Pancakes, Avocadotoast - keine Brötchen vom Bäcker, weil man nicht außer Haus sein sollte, wenn sie aufwacht - und Erdbeeren zum Nachtisch. Ein Pech, dass ich meinen Kühlschrank nicht nach Metz geschoben hatte. Doch da ich in Gedanken trotzdem an der Pfanne stand, bekam ich ziemlich Hunger. Eigentlich hätte ich brav gewartet und den Engel neben mir gestreichelt, bis er aufwacht. Aber Hunger. Vorsichtig lehnte ich mich über Dornröschen und gab ihr einen Kuss. Mit einem Blick wie ein Polarfuchs schauten Lenas Augen mich verschlafen an. Sie spiegelte für ein paar Sekunden mein Lächeln, bevor sie einen Arm um mich wickelte, sich eng an mich kuschelte und die Augen wieder schloss. Eigentlich wollte ich sie ja wecken. Vorhaben erfolgreich verfehlt. Zielperson schlummert auf meiner Brust. Zu süß zum Stören. Also doch wachstreicheln ... — Am Frühstückstisch in der Küche saßen bereits Carla und David. Sie hatten Nutella, Honig und Marmelade sowie Brötchen und ein international äußerst bekanntes, französisches Plundergebäck ausgebreitet. ...