1. Silberhochzeit 2


    Datum: 24.11.2022, Kategorien: Sonstige,

    ... forderte ihn lauthals auf noch härter zuzustossen und er hämmerte sich gnadenlos in mich hinein. Der leichte Schmerz in meiner so roh behandelten Mitte und Enricos Biss in meine Halsbeuge lösten plötzlich einen Orgasmus aus, der mich wie ein Stromstoß erzittern ließ. Meine innere Muskulatur krampfte sich derart heftig zusammen dass es beinahe wehtat. Ich schrie aus vollem Halse, hörte noch Enricos lautes Aufstöhnen, bevor mir die Sinne schwanden. Wie in einer Windhose gefangen drehte es sich in meinem Kopf bis, gleich einem Feuerwerk, bunte, glühende Lichter explodierten und mich anschließend absolute Schwärze umfing.
    
    Ich war vollkommen weggetreten.
    
    Erst als Enrico mich leicht schüttelte und mich völlig außer Atem ansprach, öffnete ich meine Augen.
    
    "Was war das denn jetzt Lena?", wollte er japsend wissen.
    
    "Keine Ahnung, aber es war gigantisch", mein Körper hatte sich immer noch nicht beruhigt, zarte Wellen rumorten in meinem Unterleib. Meine Atmung wurde nur zögerlich gleichmäßiger.
    
    "Ich habe dir wehgetan, das wollte ich nicht Lena", stellte Enrico entsetzt fest und strich sanft über die Stelle an meinem Hals, in die seine Zähne sich in vollkommener Ekstase eingegraben hatten. "Ich habe noch nie dermaßen die Kontrolle verloren, es tut mir leid, Lena."
    
    "Meinetwegen kannst du gerne öfter die Kontrolle verlieren. Am besten jetzt sofort."
    
    Er sah mich so verblüfft an, dass ich mir ein leises Lachen nicht verkneifen konnte.
    
    "Ääähm, das meinst du nicht ...
    ... wirklich ernst, oder?"
    
    Statt zu antworten, fasste ich mit beiden Händen in sein Haar und zog seinen Kopf soweit herunter, dass ich ihn küssen konnte.
    
    Er ging gleich darauf ein und schon bald wälzten wir uns zum zweiten Mal ekstatisch auf dem Laken des großen Bettes. Die Kissen und Decken waren irgendwie abhanden gekommen.
    
    Auch ein drittes Mal gaben wir unserem unersättlichen Verlangen nach, brachten uns hemmungslos, in vielen möglichen Stellungen, gegenseitig an den Rand des Wahnsinns, bis wir irgendwann gemeinsam ins Nirvana katapultiert wurden.
    
    Doch dann schliefen wir vollkommen ausgelaugt ein, während Metallica im Hintergrund immer noch denselben Song zum Besten gab. Ich lag halb über Enrico, er hatte einen Arm um mich gelegt, als helle Sonnenstrahlen mich weckten. Irgendwann musste die Musik von allein gestoppt haben, denn es herrschte absolute Ruhe.
    
    Enrico schlief noch fest und ich lauschte seinem ruhigen Herzschlag. Auf einer Glückswolke schwebend genoss ich die Wärme seines Körpers und streichelte ihn ganz sanft. Christian selbst hatte mich praktisch dazu gedrängt hierher zu gehen, deshalb musste ich mir um nichts Sorgen machen.
    
    Enrico regte sich und legte auch seinen zweiten Arm um mich. Leise wünschte er mir einen guten Morgen, was ich erwiderte.
    
    "Dir ist bewusst, dass wir einen gewaltigen Fehler gemacht haben, mein Schatz, oder?", fragte er leise.
    
    "Nein, das war kein Fehler, Enrico, das war wie ein Vulkanausbruch. Niemand hätte es verhindern ...
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