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Silberhochzeit 2
Datum: 24.11.2022, Kategorien: Sonstige,
... vergrub sein Gesicht in meinem Haar und atmete tief ein. Sanft schob er mich leicht von sich, ich blickte zu ihm auf und er küsste meine Nasenspitze. "Ich liebe dich", flüsterte er. "Ich liebe dich auch, Alessandro. Bist du glücklich mit Felicia?" Er nickte und ich sah das Aufleuchten seiner Augen. "Sie ist ein wenig so wie du, großherzig wie meine Mutter und unglaublich verständnisvoll. Wir sind verdammt glücklich zusammen." "Das freut mich sehr", gab ich ehrlich zurück, denn ich mochte Felicia sehr. Sie war einfach wundervoll. "Aber was ist mit dir Lena?", hakte er leise nach, "ich frage mich schon seit längerer Zeit, was dich belastet. Jedes Mal wenn wir uns sahen, lag dieser Schmerz in deinen Augen, er scheint immer größer zu werden und dein Lächeln ist etwas verblasst. Du weißt, dass ich für dich dasein werde, wann immer du mich brauchst. Sei es jetzt, oder sei es wenn ich in Italien bin. Wir können telefonieren, wann immer du dazu breit sein magst mir deine Sorgen anzuvertrauen. Falls nötig, werde ich nicht zögern herzukommen um dir eine Stütze zu sein. Du musst es mich nur wissen lassen, Lena, dann bin ich für dich da." Ich nickte. "Mit geht es gut Alessandro, nur im Moment ... du weißt wie sehr ich Mama Maria liebe, sie war mir mehr eine Mutter, als meine eigene es jemals gewesen ist. Danke dafür, dass du mir so ein guter Freund bist, Alessandro." Er streichelte meine Wange und küsste meine Lippen. "Jederzeit, meine Süße", ließ er mich noch ...
... einmal wissen, dann trat er an das Bett seiner Mutter. Leise schloss ich die Tür hinter ihm. Am Tag darauf begab sich Mama Maria auf ihre letzte Reise. Wir waren alle um ihr Bett versammelt. Papa Fernando hielt ihre Hand und kurz bevor sie ihren letzten Atemzug nahm, sagte er zu ihr: "Du wirst doch auf mich warten da oben, nicht wahr mein Liebling? Du weißt dass wir uns wiedersehen." Ganz leicht nickte sie und schloss mit einem Lächeln auf den Lippen die Augen. Er beugte sich vor, flüsterte: "Ich liebe dich" und küsste sie ganz sanft. Dr. Müller stand neben dem Bett und legte eine Hand auf seinen Rücken, als Papa Fernando zu schluchzen begann. "Das hat sie nicht mehr gehört. Warum habe ich nicht zuerst gesagt, dass ich sie liebe. Ich bin ein verdammter Esel!" Beruhigend klopfte Dr. Müller seinen Rücken. "Das hat sie Fernando, glaube mir, sie hat es gehört, mein alter Freund." Papa Fernando nickte. Wir schnieften leise vor uns hin, hielten uns gegenseitig im Arm. Christian und ich, Alessandro, der seineTochter Isabella in dem einen und seine Frau Felicia im anderen Arm hielt, unsere beiden Söhne, Andy und Leon, die Marina gemeinsam umarmten, nur Lisa und Enrico standen verloren im Raum. Lisa mit einem gleichgültigen und Enrico mit einem versteinerten Gesichtsausdruck. Christian erfasste die Lage im selben Moment wie ich und bedeutete mir zu ihm zu gehen, was ich nach einem leichten, verstehenden Nicken sofort machte. Ich umarmte Enrico tröstend, er ...