1. „Die Kunst braucht mehr nackte Männer!“ - von einem Multitalent, das auszog, um ausgezogen zu werden


    Datum: 18.01.2023, Kategorien: Kunst,

    ... Überwindung kosten würden. Ich entgegnete, dass es für mich nichts Schöneres gebe, also vor Publikum aufzutreten, und dass ein bisschen Lampenfieber einfach dazugehöre. Die bezaubernde, ältere Dame schmunzelte wissend (tatsächlich wusste sie zu diesem Zeitpunkt mehr als ich) und sagte: „Na, dann freue ich mich darauf, bald mehr von Ihnen zu sehen.“
    
    Ziemlich pünktlich nach einer halben Stunde erhob sich ein weibliches Geburtstagsgast vom Platz, klopfte feierlich mit dem Kaffeelöffel an ein Sektglas und verkündete, nachdem der Gesprächslärm sich gelegt hatte: „Liebe Evi, liebe Geburtstagsgäste. Eine Attraktion jagt heute die nächste. Nachdem Du schon eine Fototorte und ein professionell vorgetragenes Gedicht bekommen hast, haben wir jetzt eine weitere Überraschung für Dich – und für Euch alle: Begrüßt bitte mit einem donnernden Applaus die anmutige und wunderschöne Tänzerin Julia!“
    
    Die Ansagerin hatte nicht übertrieben: Die junge Frau, die jetzt den Raum betrat – „herein schwebte“ trifft es wohl besser – sah tatsächlich verdammt gut aus: Blonde Löwenmähne, Glitzer-Minirock, schwarze Strümpfe, High Heels. Außerdem trug sie ein schwarzes Bolero-Jäckchen und hatte einen silberfarbenen Zylinder auf. Sie verneigte sich graziös, während männliche wie weibliche Anwesende begeistert johlten und applaudierten, dann nickte sie einem der männlichen Gäste zu. Der schoss diensteifrig von seinem Platz hoch, trug einen Stuhl heran, den er auf der freien Fläche vor dem Tisch des ...
    ... Geburtstagskindes abstellte, dann kehrte er genauso schnell an seinen Platz zurück und machte sich dort an einer Boom-Box zu schaffen. Im selben Moment erklangen aus der röhrenförmigen Mini-Musikanlage ziemlich laut die markanten, fanfarenartigen Anfangstakte von „You can leave your hat on“, in der Version mit Joe Cocker. Na, da weiß man natürlich, was kommt. Wobei es mich schon ein bisschen wunderte, dass man für offenbar heterosexuelle Frau eine Stripperin und keinen Stripper engagiert hatte. Meine Verwunderung sollte nicht lange anhalten.
    
    Die Tänzerin Julia drehte ein paar Pirouetten, dann schritt sie auf mich zu und zog mich auf die „Bühne“. Selbstverständlich helfe ich dir gern beim Ausziehen, dachte ich bei mir und freute mich auf meine Aufgabe. Doch Julia hatte anderes mit mir vor. Sie drückte mich sanft auf den leeren Stuhl, den der diensteifrige Mann vorhin gebracht hatte. Noch ein paar erotische, schlangenartige Bewegungen von ihr, dann ging es mit dem Striptease los. Und es sollte ein Doppel-Striptease werden … Erst mal trennte Julia sich langsam und lasziv von ihrem Bolero-Jäckchen; dafür zog sie mir genauso genüsslich das Sakko aus. Als Nächstes knöpfte sie ihre weiße Bluse auf und ließ sie zu Boden gleiten. Ich bezahlte für uns alle mit meinem Hemd. Während mein Oberkörper nun nackt war, hatte meine „Bühnenpartnerin“ noch einen über und über mit Glitzersteinchen besetzten BH an. Julia zog den Reißverschluss auf der linken Seite ihres Röckchen nach unten und schlüpfte ...
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