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Das Refugium 2 - Complete 000 - 018
Datum: 27.01.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... Moment nichts tun konnte, und sich ebenfalls besser ausruhte. Sie schaltete das Fernglas auf automatische Überwachung, es würde Alarm auslösen, wenn im Lager auffällige Veränderungen stattfanden. Einigermaßen beruhigt robbte Lisa zurück zu ihrem Zelt und krabbelte hinein. Mit einiger Mühe und einer guten Portion autogenem Training versenkte sie sich in einen unruhigen Schlaf. Die Erholung währte allerdings nicht lange, da wurde Lisa von einem Alarm ihres Controllers geweckt. Das Fernglas hatte ausgelöst, unten war irgendetwas im Gange. Sofort robbte Lisa aus ihrem Zelt hinaus und spähte hindurch. Auf dem Infrarot war zu sehen, dass die Panzer ihre Generatoren hochgefahren hatten, und ihre Türme sich langsam drehten. Erleichtert nahm Lisa zur Kenntnis, dass ihre Rohre von ihr weg das große Tal hinauf zielten. Lisa folgte der Richtung mit dem Fernglas, und am Rande des Sichtfeldes erschien ein einzelnes Glühwürmchen. Es bewegte sich hin und her zuckend auf das Lager zu, offenbar war es ein Fahrzeug, das Mühe hatte, einen befahrbaren Weg zu finden. Lisa nahm es näher ins Visier, und schaltete das Richtmikrofon zu. Sie hätte dieses Motorengeräusch immer wiedererkannt, das war unzweifelhaft Ritchies alter, klappriger Jeep, der sich da durchs Gelände tastete. Im Lager flammten einige starke Suchscheinwerfer auf, und erfassten tatsächlich Ritchies rostiges Bossmobil. Bei Sandys Befreiung hatte es ein paar zusätzliche Löcher abbekommen, aber es war fahrtauglich ...
... geblieben und die Marauder hatten es wieder zusammengeflickt. Jetzt hielt es, unterstützt von der guten Beleuchtung, zügiger auf das Lager der Russen zu. Einer der LKW wurde ein Stück zur Seite gefahren, und durch die Lücke hielt Ritchies Wagen geradewegs auf den Kommandocontainer zu, um daneben anzuhalten. Ritchie, unschwer an seiner Statur und seinem affigen Hut zu erkennen, entstieg dem Wagen, und aus dem Kommandomodul kam ihm ein in eine tadellos sitzende Uniform gekleideter, nicht minder bullig gebauter Offizier entgegen. Die beiden umarmten sich, und Lisa schaltete Mikro und Übersetzer wieder ein. Nach ausgiebigem "Hi Nikolai" und "Ritchie, Towarischtsch", Bussi rechts, Bussi links und Schultergeklopfe fackelten die beiden Ganoven nicht lange und begannen sofort, sich über die Anfahrt zur Station zu unterhalten. Ritchie teilte diesem Nikolai, genau wie Lisa vermutet hatte, mit, dass die Straßen selbst für seinen relativ kleinen Jeep kaum passierbar waren, und dass man einiges an Arbeit und Zeit investieren müsse, um sich einen Weg für die schweren Fahrzeuge zu bahnen. Nikolai zeigte sich wenig erfreut und blaffte Ritchie an, er hätte ihm das früher sagen sollen, dann hätte er schweres Baugerät mitgebracht. Ritchie gab sich angemessen zerknirscht, und versöhnte Nikolai schließlich mit der Zusage, dass auch alle Marauder nach Kräften zupacken würden, um die Straße in die Berge wieder instand zu setzen. Außerdem kannten sie die Lage der Ruinen zerstörter Baufirmen in der ...