1. Ausgrabungen


    Datum: 22.02.2023, Kategorien: Reif

    ... Personenkapazität unserer Badewanne völlig richtig gewesen war. Und Details des mir fehlenden Teils der Nacht und des Rückwegs, den Massimo und ich dem Vernehmen nach splitterfasernackt und laut singend Arm in Arm bestritten hatten, von morgendlichen Passanten bestaunt, belacht und beklatscht.
    
    Unser gemeinsames Bad war durch die Massage quirliger Luftströme sehr entspannend und belebend zugleich, mehr aber auch nicht, denn an Sex war aufgrund meines völlig zerstörten besten Stücks vermutlich einige Tage nicht mehr zu denken. Aber der Auftakt zu einem wirklich schönen relaxten Abend, an dem wir noch mit den Hunden einen ausgedehnten Spaziergang machten und ein wahrhaft exzellentes Beispiel kontemporärer italienischer Kochkunst von Antonias Mutter serviert bekamen.
    
    Meinen Schwur brach ich selbstverständlich schon beim Essen und so wurde es ein ruhiger, aber durchaus lustiger Abend mit unseren neuen Freunden.
    
    Den darauffolgenden Sonntag bestritten wir nach dem gemeinsamen Frühstück allein mit dem Erkunden dieser traumhaften Insel, ohne uns über das Erlebte zu unterhalten, mal abgesehen davon, dass Lenny es sich nicht nehmen ließ, mich immer wieder mit Sticheleien angeblicher homoerotischer Vorfälle in der Zeit meines trunkenen Blackouts zu piesacken, nur um mich dann auf dem Rückweg zur Villa zu beruhigen, dass tatsächlich nichts in dieser Art vorgefallen war.
    
    Auf der Rückfahrt nach Neapel nahmen wir diesmal allerdings andere und eine deutlich größere Anzahl von ...
    ... "Enthusiasten" mit, inklusive des jungen Manns, den ich zunächst in Antonia und hernach in Lenny "getroffen" hatte. Das war übrigens durchaus eine interessante und ungemein aufregende Erfahrung gewesen, hatte in meinem Verständnis aber nichts damit zu tun, dass ich sehr wohl und sehr deutlich den Schwanz des anderen Mannes gefühlt hatte.
    
    Die Verabschiedung von Massimo und Antonia fiel herzlich und auch relativ heftig aus, als wir uns unter dem Versprechen eines weiteren Treffens in den folgenden Wochen mit leidenschaftlichen Küssen voneinander trennten und die Rückfahrt in unserem Mietwagen antraten.
    
    Auch während der Fahrt zurück zu unserer Unterkunft unterhielten wir uns nicht über das Erlebte, das war auch gar nicht nötig, denn wir empfanden dieses Erleben lebendiger Geschichte und eines Teils des Lebensgefühls des alten Roms völlig gleichartig: als eine natürliche Bereicherung unseres gemeinsamen Erlebnishorizontes, der einer uns noch unbekannten aber nichtsdestotrotz vorhandenen dynamischen inneren Logik und Struktur folgte, uns einen Bezugsrahmen schaffte, der alle vergangene und zukünftige Ereignisse in sich verband.
    
    Ich konnte sogar Lennys doppelbödigen Antworten auf Giselles Erkundigungen nach dem Verlauf und Gefallen unseres Wochenendtrips in jovialer Gelassenheit ertragen und mich völlig unbeschwert und unbefangen wieder der Arbeit und unserem nicht weniger zufriedenstellendem Alltag mit meiner Geliebten zuwenden.
    
    Wir machten viele kleine Ausflüge, unter ...
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