Ausgrabungen
Datum: 22.02.2023,
Kategorien:
Reif
... würgte sie mich ab. "Ich will dich... jetzt."
"Ehm... okay...."
Sie zerrte bereits an meiner Kleidung. Eigentlich keine schlechte Idee. Nach zweitausend Jahren Abstinenz konnte der Raum ja mal wieder echten Sex vertragen. Ich stieß mit den Rücken an die Werkzeugkisten, die wir übereinandergestapelt hatten und verlor plötzlich den Halt, als die obere wegrutschte und mit ihrer verstärkten Kante auf den Boden knallte. Ich erstarrte.
"Was ist?", murmelte sie und öffnete mein Hemd.
"Hast du das gehört?"
"Die Kiste, na und, ist das dein Ernst? Deinem tollen Werkzeug wird schon nichts passiert sein, und ich will jetzt erstmal dein noch tolleres Werkzeug auspacken..."
Damit hatte die nun aufflammende Erregung nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. "Das hat hohl geklungen. Da ist ein Hohlraum!"
Endlich ließ sie von mir ab. Verwirrt schaute sie mich an.
"Wie kann das sein, wir sind knapp einen Meter über dem Boden, wie kann da ein Hohlraum sein?"
"Wenn zum Beispiel ein Körper von dem Magma eingeschlossen wurde."
"Du meinst...", begann sie, um dann atemlos von der Erkenntnis zu verharren.
Ja, das meinte ich. Wenn ich mich nicht furchtbar getäuscht hatte, war dort ein Körper, der den Hohlraum durch das Verrotten in der Schlacke erzeugt hatte. Vielleicht ein Tier... aber hier drin, mitten in der Villa? Ein Sklave, der nicht entkommen konnte? Ich fühlte, wie mein Herz härter und härter zu schlagen begann.
"Und was machen wir jetzt?"
Meine ...
... Gedanken rasten. Natürlich gab es jetzt unterschiedliche Herangehensweisen. Man konnte ein Loch bohren und den Hohlraum zunächst mit einer Spezialflüssigkeit fluten, um dann einen Abdruck zu erhalten. Viele Abdrücke wurden auf ähnliche Art seit dem Beginn der Ausgrabungen in Pompeji für die Ewigkeit konserviert. Anderseits bedeutete das, dass wir so viel Zeit verlieren würden, dass wir vielleicht die tatsächliche Freilegung unseres Fundes nicht mehr selbst durchführen könnten.
"Jetzt", antwortete ich nach kurzem Abwägen mit bebender Stimme, "graben wir unseren Fund aus."
Wir arbeiteten wie besessen. Zunächst klopften wir die Stelle ab, um die Ausdehnung genau auszuloten. Jetzt waren wir auch absolut sicher. Da war ein Hohlraum, der Klang war eindeutig. Und er war größer als vermutet. Doch ein Tier? Wir bohrten Löcher um festzustellen, wie tief die Schlacke-Schicht noch war, stellten Messungen an. Natürlich hätten wir einfach draufloshämmern können, aber dann wäre da die Gefahr gewesen, dass wir das Skelett beschädigten, wenn wir von oben kamen.
Wir mussten frontal darauf zukommen und uns vor dem Hohlraum eingraben. Also erst noch ein ganzes Stück vor dem Hohlraum auf den Boden kommen und dann erst vorwärts. Auch nicht zu tief, da wir nicht den Boden beschädigen wollten, oder darauf möglicherweise befindliche Artefakte.
Während ich noch immer versuchte, einen Plan zu entwerfen, wie wir dort am besten hingelangen konnten, brütete Lenny über den Messungen, zeichnete, ...