Ausgrabungen
Datum: 22.02.2023,
Kategorien:
Reif
... rechnete, ohne dass mir klar war, was sie dort tat.
"Ich habe eine Theorie", meinte sie schließlich und ein träumerisches Funkeln lag in ihren Augen.
"Eine Theorie?"
"Ja. Erst einmal, das kann kein Möbelstück sein, das dort verrottet ist, der Hohlraum läuft konisch zu."
"Was auf einen Körper deutet."
"Falsch."
"Falsch?"
"Dazu stimmt die Größe des Hohlraums nicht."
"Was wird, das, Edging? Spuck's aus", imitierte ich sie ungeduldig. Sie kicherte leise.
"Zwei Körper."
Natürlich. Dann machten die Messungen Sinn. Was für ein brillantes Köpfchen sie doch hatte.
"Zwei eng aneinander geschlungene Körper, würde ich sagen."
"Das ist Spekulation", ließ ich den Prof raushängen. Immerhin war das noch immer meine Domäne. "Aber deine Theorie kann stimmen. Verdammt, ich werde hart."
"Wieso, stellst du dir vor, sie sind beim Ficken überrascht worden?"
"Nein, weil ich das unglaubliche Glück habe mit so einer genialen Frau wie dir den Rest meines hoffentlich noch einigermaßen langen Lebens verbringen zu dürfen. Noch dazu eine mit so einer herrlich schmutzigen Fantasie. Du machst mich geil."
In nächstem Augenblick lagen wir uns wieder in den Armen. Dringlichkeit der Ausgrabungen hin oder her, so, wie wir gerade abfuhren, konnte das eigentlich auch nicht lange dauern. Was vorher eher Spruch war, wurde umgehend harte Realität. Wir zogen rasend schnell unsere Klamotten runter und sie ging auf alle viere, mit dem Kopf in Richtung unseres Funds.
"Das ...
... ist für euch", sprach sie mit feierlicher Stimme. Und begrüßte jubelnd meinen Schwanz.
"Und der ist für dich."
Es ging wirklich sehr schnell. Wäre unser Publikum etwas lebendiger gewesen, hätte ich mich sicher dafür entschuldigt. So aber war ich froh, dass wir nicht viel Zeit verloren hatten und trotzdem ein wenig an Ruhe gewonnen. Es wurde langsam unerträglich so nah vorm Ziel zu sein, wir durften jetzt keinen Fehler machen, weil wir ungeduldig wurden. Mein Geist war plötzlich ganz klar und dann wusste ich plötzlich, was zu tun war.
Wir bohrten ein 1 Meter großes Quadrat direkt 30 cm vor dem Hohlraum mit den längsten Bohrern, die ich finden konnte, wobei wir immer zwei Bohrlöcher vereinten, um mit einem Meißel nachtreiben zu können und trieben diagonale Bohrungen durch die ganze Fläche des Quadrats. Nun gelang es mit Spitzhämmern die Schicht weiter aufzutreiben.
Mit schwerem Hammer nachgesetzt, legten wir tatsächlich schnell einige Zentimeter frei. Weitere Bohrungen, wieder nachtreiben, aufhebeln, wegklappen, mit dem fetten Hammer zerbröseln. Das würde in Bodennähe nicht mehr funktionieren, aber da brauchten wir ja nicht hin.
Es wurde anstrengender, aber das Adrenalin sorgte dafür, dies geflissentlich ignorieren zu können. Wir arbeiteten vier Stunden ohne Pause. Zufrieden betrachten wir unser Werk. Jetzt hatten wir einen Kubus von einem Meter, von dem aus wir horizontal bohren konnten.
Eine Zigarette und einem gegenseitigen Hand-Job später nahmen wir die ...