1. Polyamorie 04 - Prolog


    Datum: 21.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... getrunken. Lena und ich versperrten Marie den Weg. Ich kniete mich hin und griff ihre Schultern: „Marie, Süße, leg dich ins Bett! Lass Frank und Yasi heute Nacht alleine. Es ist für sie eine besondere Nacht, wir stören da nur."
    
    Maries Blick klärte sich. Sie nickte und umarmte mich. „Du hast recht Mam ... Juls! Ich bin wieder zu ungeduldig. Sorry!"
    
    „Schon gut. Dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen. Du bist ja jetzt frei, nur etwas betrunken" Sie nickte und seufzte schwer. Ich rümpfte die Nase. „Allerdings solltest du dringend duschen, du riechst nach Pipi. Hinterher bringe ich dich ins Bett, okay Süße?"
    
    „Okay!" Sie schwang herum, drehte sich umgehend halb wieder zurück und forderte. „Aber Lisa soll auch mitkommen!"
    
    „Gut, wir duschen zusammen", nickte Lisa „Dabei können wir gleich die Spuren im Bad wegwischen. Hinterher kuscheln wir. Okay?" Lisa setzte ein überzeugendes Lächeln auf. Auf dem Weg ins Bad zog Marie Lisa an sich und reckte sich mit spitzen Lippen. Lisa strubbelte ihr durch die nassen Haare, dann beugte sie sich hinunter und gab ihr den Kuss. Marie strahlte und hüpfte vergnügt ins Badezimmer. Lisa schloss hinter sich die Tür.
    
    Endlich Frieden!
    
    Wenig später lag ich mit Lena unter einer Decke. Wir streichelten uns und gaben uns Küsse. Als ihr Kopf auf meiner Schulter ruhte und sie versonnen mit einem Finger um meine Brustwarze kreiste, fragte sie: „Glaubst du, Papa liebt mich genauso sehr wie Yasi oder Marie?"
    
    „Da bin ich mir sicher. Er ...
    ... liebt euch alle sehr. Yasi, dich und erst recht Lisa. Ihr seid seine Familie. Marie hat er sehr gern, das spüre ich."
    
    „Und dich hat er auch gern."
    
    „Ich glaube, nicht so sehr wie euch. Zwischen uns ist es anders."
    
    „Warum hat er dich dann gefragt, ob du auch seine Partnerin werden willst?", hakte Lena nach und stellte genau die Frage, die ich mir auch schon gestellt hatte.
    
    „Vielleicht wegen Marie, weil er sie sonst nicht bekommen hätte."
    
    „Das glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass er auf SM steht und du ihm seine heimlichen Gelüste befriedigen kannst", meinte Lena sicherlich nicht ganz ernst.
    
    „Oder, nicht er wollte mich, sondern Yasi."
    
    „Das kann ich mir gut vorstellen. So wie ihr beide zusammen im Bett abgegangen seid. Jedenfalls bin ich glücklich, dass du jetzt zu unserer Familie gehörst", gestand sie.
    
    Nach einer Minute des Schweigens, in der wir beide sicherlich nochmal über die Frage ‚Warum?' nachdachten, wollte Lena auf einmal mehr über mich wissen. „Juls, wie bist du so geworden? Ich meine, SM und Domina, und so?"
    
    „Ich war nicht immer so. Als Teenager jedenfalls noch nicht. Da wusste ich noch nicht mal, dass es so was gab. Erst als ich älter war, schon im Studium, da hatte ich eine enttäuschte Beziehung mit einem Mann gerade beendet und surfte durchs Internet, auf der Suche nach Erklärungen."
    
    „Erklärungen? Wofür?"
    
    „Erklärungen, warum unsere Beziehung in die Brüche ging. Wir hatten oft und auch guten Sex, aber immer häufiger wollte er von mir ...