1. Polyamorie 04 - Prolog


    Datum: 21.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... bist doch nicht etwa eifersüchtig?"
    
    „Quatsch, ich doch nicht", widersprach Lisa augenblicklich. Doch, wie ich sie einschätzte, war die Prinzessin sehr eifersüchtig. Nicht auf Lena, sondern auf Marie. Mein Engel war für Lisa zur Konkurrentin geworden. Das bedeutete Ärger in der Familie. Lisa befürchtete, nicht mehr ‚Papas Liebling' zu sein. Bisher war sie der einzige Engel in der Familie. Lena war Franks kleines Teufelchen, kein Wunder bei der versauten Einstellung, und Yasi seine Schmusekatze. Als was sieht er mich eigentlich?
    
    „Und warum glaubst du, Yasi ist deine Mama?", ließ Lisa nicht locker und zog die Augenbrauen zusammen. Sie war angriffslustig, doch auch diesmal kam mir Marie zuvor. Meine Kleine plumpste mit angezogenen Beinen auf die Matratze und blieb sitzen. Sie legte den Kopf schräg und sagte auf ihre infantile, logische, aber vorwurfsvolle Art: „Ganz einfach, die Frau von meinem Papa ist meine Mama."
    
    Kopfschüttelnd tat es Lisa ab. Sie drehte sich um und murmelte: „Du spinnst ja!"
    
    Oje, diesen Zwist musste ich unterbinden. Das Beste war, ich würde alle zur Raison rufen und mit ihnen loslegen. „Auf geht's, ihr Pussys! Lisa und Marie, kommt her, ihr seid die Sklaven, damit ich Lena gleich mal was beibringen kann."
    
    Marie sprang auf, kniete sich vor mich und setzte ihren treuen, anhimmelnden Blick auf. Lena stellte sich neben mich und schaute zu Lisa hinüber. Diese machte keine Anstalten und tat so, als ob sie mich nicht gehört hatte.
    
    „Lisa, komm, ...
    ... mach doch mit", bat Lena.
    
    Die Angesprochene schaute nicht auf. „Ich will nicht. Nicht mit ..." Ihre Worte wurden immer leiser. Aber auch, ohne, dass sie Maries Namen nannte oder sie ansah, wussten wir, wen sie meinte. Ich blickte hinunter zu meiner Geliebten. Sie kniete noch immer vor mir und strahlte. Sie tat, als ob sie nichts davon mitbekommen hätte. Ich wusste, das war bei ihr nur äußerlich. Sie war ausgesprochen aufmerksam, ließ sich aber Beleidigungen oder Erniedrigungen emotional nicht anmerken. Das war Teil ihrer Konditionierung. Da ich es wusste, konnte ich in ihren Augen die Wahrheit lesen. Es arbeitete tief in ihr. Mein Engel brauchte mich, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich hoffte, Lisa würde erkennen, was ihr Verhalten anrichtete, sonst könnte es hier bald richtig knallen.
    
    Papas Darling hatte inzwischen ihr Halsband abgelegt und kreiste nachdenklich mit dem Vibrator um ihre Brustwarzen und führte ihn weiter hinab, in Richtung Muschi. In meiner Hand hielt ich noch immer die Gerte. Wie gerne hätte ich der bockigen Lisa damit einen übergezogen. Ich tat es nicht. Wir kannten uns noch nicht lange genug und Lisa hatte ja schließlich auch keinen Vertrag mit mir unterzeichnet. Sie hatte von Anfang an die größte Abneigung gegen uns. Ich dachte, es hätte sich in der Nacht gelegt, als Frank mit Marie in ihrem Zimmer war und wir vier unten im Schlafzimmer im Bett lagen, und ihnen zuschauten. Es war so harmonisch, alles schien friedlich. Maries Bemerkung offenbarte, wie ...
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