-
Das Erwachen
Datum: 21.05.2023, Kategorien: 1 auf 1,
... zurecht. Tja, und nun saß ich dort. Nackt in einer Hütte, während draußen der Regen an Heftigkeit immer mehr zunahm. Ich mußte irgendwann eingeschlafen sein, denn als ich wieder aufwachte hatte sich das Wetter draußen erneut verändert. Meine Klamotten waren auch wieder trocken, und nachdem ich mich angezogen und die Hütte wieder hergerichtet hatte, machte ich mich wieder auf den Weg. Das Erlebnis mit der Natur hatte letztlich dafür gesorgt, dass ich meine Pläne änderte und wieder zur Pension zurückkehrte. "Wo waren Sie denn in der Nacht?" fragte mich sorgenvoll die Inhaberin als ich das Haus wieder betrat. "In einer Schutzhütte", antwortete ich. "Wohl gerade noch rechtzeitig, was?" "Ohja, das Unwetter war heftig", meinte die Wirtin und reichte mir den Schlüssel zu meinem Zimmer. "Ich hatte mir schon Sorgen gemacht." "Unkraut vergeht nicht", gab ich zurück, nahm den Schlüssel dankbar entgegen und ging auf mein Zimmer. "Ich mache Ihnen was zu Essen", rief mir die Wirtin noch hinterher, und meine dankbare Reaktion, ein freudiges Nicken, war nicht zu übersehen. In meinem Zimmer angekommen wusch ich mich erstmal und zog mir neue Sachen an. Tja, so schnell können sich Pläne ändern. Statt, wie geplant in zwei Tagen, würde ich meinen restlichen Urlaub nun vollständig hier verbringen und lediglich Wanderungen in der Umgebung unternehmen. Nachdem ich ich frisch gemacht hatte ging ich wieder hinunter und betrat das kleine Esszimmer. "Ich bin gleich da", hörte ich die ...
... Wirtin rufen, und nach nur ein paar Minuten war der Tisch gedeckt mit einer Menge, die ich auf den ersten Blick gar nicht komplett essen konnte. Wohlgemerkt auf den ersten Blick. Tatsächlich hatte ich wohl mehr Hunger als ich mir selbst eingestanden hatte, denn als ich fertig war mit dem Essen, da waren die Teller leer. "Das freut mich", meinte meine Wirtin und lächelte. "Ein Bier zum Abschluß?" fragte sie mich, doch nun schüttelte ich den Kopf. "Lieber einen Kaffee", meinte ich. Die Wirtin wollte den Tisch leerräumen, doch ich schüttelte erneut den Kopf. "Sie haben schon so viel für mich gemacht, da kann ich Ihnen auch mal helfen", sagte ich und half ihr beim Abräumen. Gemeinsam brachten wir das Geschirr in die kleine Küche. "Stellen Sie es einfach dahin, ich räum das nachher in die Maschine." Wieder zurück am Tisch genoß ich den abschließenden Kaffee. "Sie machen das hier alles alleine?" fragte ich die Wirtin, die sich zu mir gesetzt hatte. "Ja, mein Mann ist schon lange weg. Ich habe das hier alles geerbt. Es reicht für mich, und soviel ist ja nicht los. Ich bin zufrieden." Wir unterhielten uns noch eine Weile über Gott und die Welt, wobei ich auch einiges über mich erzählte, dann machte sich die Müdigkeit in mir breit. Wir verabschiedeten uns in die Nacht, und kaum hatte ich mich hingelegt, da fielen mir auch schon die Augen zu. Irgendwann wurde ich wieder wach. Draußen ging gerade die Welt unter. Wer einmal ein Gewitter in den Bergen erlebt hatte, der kennt diese ...