1. Wenn nur der Schein zählt


    Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... sich auf den Weg nach Hause. Sie atmete tief ein, als sie sich eingestand, dass sie sich noch eine Ausrede einfallen lassen müsse, warum sie so lange vermeintlich gearbeitet hatte. Ein schlechtes Gewissen hatte sie auch jetzt nicht. Für sie war es nur Sex und nicht mehr, und schließlich war sie ja nicht verheiratet. „Verloben heißt sicherstellen und weitersuchen." Sie schmunzelte, als sie Böttcher mit diesem Spruch zitierte. Könnte er damit recht gehabt haben?
    
    Sechs Wochen später
    
    Wenn es keine gemeinsame mehrtägige Dienstreise gab, trafen sich Maria und Böttcher jeden Dienstag- und Donnerstagabend in seinem Büro und fickten. Ansonsten vögelten sie natürlich in den Tagen und in den Nächten ihrer Dienstreisen. Maria kleidete sich auf Wunsch Böttchers immer sexyer und gewagter. Er stattete sie mit extravaganten Kleidern, Blusen, Röcken, Dessous, Strümpfen, Stiefeln und hohen Pumps mit Pfennigabsätzen aus. Ihrem Verlobten log sie vor, diese Kleidungsstücke und Schuhe nur für ihn gekauft zu haben. Regelmäßig zog sie diese auch an, wenn sie mit ihrem Bräutigam gemeinsam auf eine Party, in ein Restaurant oder in eine Ausstellung ging. Der Sex zwischen beiden war anschließend immer liebevoll und erfüllend. Maria fühlte sich in Gegenwart ihres Verlobten sicher und geborgen. Die gestohlenen Zeiten mit Böttcher blendete sie dann vollständig aus.
    
    Karl vertraute ihr und stellte ihre Dienstreisen und teilweise langen Arbeitszeiten nie in Frage. Zur Arbeit fuhr sie immer ...
    ... geschäftsmäßig gekleidet. Dort angekommen, zog sie sich allerdings in ihrem Büro um. Sie hatte dort einen Spind aufstellen lassen, in dem sie ihre heißesten Kleidungsstücke, Dessous, Strümpfe und Schuhe vorhielt. Den Slip, den ihr Böttcher bei ihrem ersten Fick zerrissen hatte, befestigte sie wie eine Trophäe innen an der Spindtür.
    
    Karls Vertrauen in seine Verlobte änderte sich grundlegend, als sein Stellvertreter und Freund Thomas Reiter eines Morgens in sein Büro kam und ihm sagte: „Karl, wir haben ein Problem."
    
    „Was ist denn los?", wollte Karl wissen.
    
    „Karl, wir hatten doch vor zwei Wochen einen kurzen Stromausfall in unseren Überwachungssystemen. Die meisten Systeme fuhren mit der Notstromversorgung problemlos wieder hoch, bis auf", und er hielt kurz inne, „die Überwachungssysteme in der Vorstandsetage. Du erinnerst dich bestimmt, dass wir vor drei Jahren auf Anordnung des Vorstands in allen Räumen in der Vorstandsetage Überwachungskameras eingebaut hatten, die ab 23 Uhr scharf geschaltet werden und nur im Falle einer Bewegung das Geschehen in unserer Firmen-Cloud aufzeichnen. Durch den Stromausfall wurde der Beginn des Überwachungszeitraums mit dem Default-Wert 19 Uhr überschrieben", erläuterte Thomas. „Das heißt, die Kameras zeichnen bereits ab 19 Uhr auf, was sich in den Büros ereignet, und das schon seit zwei Wochen. Da wir üblicherweise die Programmierung dieses Überwachungssystems erst im Rahmen des vierwöchigen Wartungsrhythmus überprüfen, fiel das auch keinem ...
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