1. Wenn nur der Schein zählt


    Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Ich rede von dir. Ich habe unsere Verbindung und dich instrumentalisiert, um ihn an mich zu binden. Das hast du absolut nicht verdient, denn du bist ein fantastischer Mann, viel zu gut für mich. Ich schäme mich für das, was ich gemacht und dir zugemutet habe.
    
    Klaus hat mir am Anfang unserer Affäre mit Bezug auf meine Verlobung mit dir gesagt: ‚Verloben heißt sicherstellen und weitersuchen'. Ich gestehe, dass ich nicht sofort, aber je näher ich Klaus kam, danach gehandelt habe. Ich sehe ein, dass ich dich, dass ich unsere Liebe verraten habe. Dass du unsere Verlobung aufgelöst hast, spricht für deinen klaren Willen und dein Durchsetzungsvermögen. Du bist ein guter Mann, Karl. Du wirst mich vergessen. Ich nehme deine Strafe an. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie ich die nächsten Monate leben werde, aber ich werde es versuchen. Und ja, ich halte die Wette, Klaus wird mich nicht fallen lassen, sondern seine Scheidung voranbringen."
    
    Karl stand auf und ging zu Maria. Er nahm ihre linke Hand und zog ihr den Verlobungsring ab. Sie sah schweigend zu. Dann ging er zum Küchentisch und legte darauf den Haus- und Wohnungsschlüssel, den er von ihr bekommen hatte, um sie zu besuchen, wann immer er wollte.
    
    Er drehte sich noch einmal zu Maria um und sah nur noch ein Häufchen Elend dort sitzen. „Es wird ihr noch schlechter ergehen, wenn sie merkt, dass sie ganz allein ist und alles verspielt hat", dachte er und zog die Wohnungstür hinter sich zu.
    
    Maria rief am folgenden ...
    ... Montagmorgen Böttchers Sekretärin an und meldete sich für die Woche krank. Martha Meister wünschte ihr eine gute Genesung und drückte anschließend ihr Beileid aus, dass Karl die Verlobung mit ihr gelöst hatte. Offensichtlich hatte Karl die Information darüber, wie von ihm angekündigt, übermittelt. Maria war gespannt, wie Böttcher darauf reagieren würde.
    
    Sie hatte am Wochenende schon begonnen, ihre Kleidung zu sortieren. Zuerst entleerte sie die Umzugskartons, die ihre Sachen aus Karls Wohnung enthielten und sortierte diese in ihren Hausstand ein. Einen Karton widmete sie sofort als Abfallbehälter um, denn sie würde vieles davon wegwerfen, da sie es nunmehr doppelt hatte, oder da sie beim Anblick dieses Gegenstandes oder des Fotos sentimental würde.
    
    Im nächsten Schritt legte sie alle Wäschestücke, die sie in den nächsten Monaten nicht mehr tragen durfte, zur Seite und verpackte diese in die Kartons. Diese trug sie anschließend in den Keller. Sie musste feststellen, dass sie kaum Kleidungs- und Wäschestücke in der Art, die Karl ihr vorgegeben hatte, besaß. Sie würde noch in die Stadt fahren und einen Großeinkauf tätigen müssen.
    
    Im Laufe des Sonntags kombinierte sie ihre alte und ihre neu erstandene Kleidung. Sie betrachtete sich im Spiegel. Ein bisschen „altbacken" sah sie in ihren Hosenanzügen schon aus, aber nicht so schlimm, wie sie es befürchtet hatte. Sie wusste immer noch nicht, wie sie Böttcher erklären sollte, warum sie nicht mehr seinen Kleidungsvorgaben ...
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