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Wenn nur der Schein zählt
Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... passen würde, und dass, da Maria sich weigerte, auf die Befindlichkeiten ihrer vermeintlichen Freundinnen einzugehen, die Frauen deshalb die Freundschaft zu ihr aufkündigten. Traurig erhob sich Maria und setzte sich an einen der Katzentische abseits der Bühne. Einsam und allein nippte sie an ihrem Getränk, als sie körperlich spürte, wie sich ein Mann ihr näherte. Eine Gänsehaut überflutete ihren Körper. Sie schaute nicht auf, sie schaute nicht zu dem Mann. Sie wusste, es war ihr Ex-Verlobter Karl. Sie starrte auf die Tanzfläche, ohne etwas zu sehen und sagte leise: „Du hast mit allem recht gehabt. Ich war so blöd und bin auf Böttcher und auf die ‚Desperate Housewives', die mal meine Freundinnen waren, hereingefallen." Dann drehte sie sich zu ihm um und fragte ihn müde: „Ergötzt du dich an meinem Fall?" Statt einer Antwort ergriff er ihre Hand, zog sie sanft hoch und ging mit ihr auf die Tanzfläche. Sie verbrachten dort den halben Abend. Die andere Hälfte des Abends saßen sie an ihrem kleinen Tisch, die Köpfe zusammengesteckt, und redeten. Als der Tanzclub schloss, holte Karl einen Ring aus seiner Hosentasche. Er schaute Maria an und fragte sie: „Willst du ihn wieder haben?" Maria schrie so laut auf vor Glück, dass die noch anwesenden Gäste sich zu ihr umdrehten. Dann umarmte sie Karl und sie küssten sich lange zärtlich und liebevoll und sie sagte schließlich: „Ja, ich will!" Epilog Karl hatte nie aufgehört, Maria zu lieben. Im Laufe der letzten Monate hatte er ...
... mitbekommen, wie sich seine Vorhersage langsam aber stetig erfüllte, sie würde bald allein sein, ohne Freundinnen und Geliebten. Diese Erkenntnis war für ihn keine Genugtuung, denn die Frau, die er liebte, litt. Er beschloss, Maria zu verzeihen. Für ihn verdiente jeder Mensch eine zweite Chance, wenn er sich beim ersten Mal in etwas verrannt hatte, etwas, aus dem zu entkommen nur mit externer Hilfe möglich war. Maria hatte sich in Klaus „verrannt". Sie war in seinem Netz aus Macht, Lügen, Sex und Verführung gefangen. Karl war der „weiße Ritter", der sie daraus befreien konnte, um ihr eine zweite Chance zu ermöglichen. Ob mit ihm oder jemand anderem, musste sie selbst entscheiden. Er jedenfalls war stolz darauf, wie er über Böttcher gesiegt hatte und dass sie sich im Nachhinein wieder für ihn entschieden hatte. Maria und Karl kündigten ihre Jobs und verließen zusammen am ersten Februar die Firma. Im selben Monat heirateten sie im kleinen Kreis ihrer Familien. Als einziger Freund war Thomas Reiter bei der Trauung zugegen. Karl verwarf seine Rache, die Affäre Böttchers mit seiner Sekretärin auffliegen zu lassen. Aber er konnte es sich nicht verkneifen, an seinem letzten Arbeitstag zu Böttcher zu gehen, mit der Begründung, er wolle sich offiziell verabschieden. Als dieser es ablehnte, ihn zu empfangen, stürmte er einfach in sein Büro, und ging auf Böttcher zu, der hinter seinem Schreibtisch saß und ihn erstaunt anschaute. Bevor Böttcher etwas sagen konnte, legte Karl ihm eine ...