1. Die Schaufensterpuppe Kap. 11


    Datum: 07.07.2023, Kategorien: Fetisch

    ... fallen.
    
    Irgendwann mitten in der Nacht, draußen waren die meisten Straßenlampen erloschen und nur die Haltestellenbeleuchtung tauchte die Straße in ein schwaches Licht, schreckte ich auf.
    
    Ich wusste zuerst nicht, warum ich wieder wach war, doch plötzlich traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag, ich hatte ein Geräusch gehört. Und zwar hinter mir.
    
    Ich war schlagartig wach und voll im Hier und Jetzt.
    
    Wieder hörte ich ein Geräusch. Ein lautes Klopfen, welches aus dem Privatbereich kam. Es polterte noch zwei Mal und dann war es wieder ruhig.
    
    »Habt ihr das auch gehört?«, fragte ich in Richtung Schaufenster, wo Julia und 1706 standen.
    
    Vom Schaufenster kam ein »Was denn gehört?« von Julia.
    
    »Da war eben was«, sagte ich leise. Ich sah daß der Vorhang, der das Schaufenster vom Laden trennte, sich bewegte und Julia zu mir schaute.
    
    Plötzlich hörte ich wieder ein Geräusch und ich sah ein Licht an der Ladentür. Es sah aus, wie der Schein einer Taschenlampe in dem sich meine Silhouette abzeichnete und plötzlich vernahm ich einen lauten Schrei.
    
    »Mensch, mach doch leise du Idiot«, flüsterte jemand direkt hinter mir. Vor Schreck wagte ich nicht, mich zu bewegen.
    
    »Ich hab mich erschrocken, als ich dieses Ding da gesehen hatte«, sagte eine andere Stimme leise. Ich war mir sicher, daß es eine Männerstimme war.
    
    »Meine Fresse, stell dich doch nicht so blöd an. Das ist eine von den komischen Schaufensterpuppen, die vorhin draußen gestanden haben«, sagte die erste ...
    ... Stimme.
    
    »Die sind verdammt gruselig«, sagte die zweite Stimme. Ja, es waren eindeutig Männer und sie standen anscheinend sehr nah hinter mir. Nun war ich starr vor Angst und wagte mich keinen Millimeter zu bewegen. Und gerade jetzt hatte ich das dringende Bedürfnis, mich zu bewegen und weg zu laufen. Doch was würden sie dann mit mir anstellen?
    
    »Komm, lass uns das Geld suchen«, sagte einer der Männer und ich hörte, wie einer oder beide in Richtung Kasse gingen. Von dort hörte ich ein lautes Knacken und ich hörte, wie die Kasse sich öffnete.
    
    »Leer«, sagte einer der Männer. »Die müssen das Geld irgend wo anders haben.«
    
    Nun hörte ich erneut Schritte, die sich entfernten.
    
    »Sie sind nach hinten gegangen«, hörte ich Julia sagen.
    
    »Was machen wir denn jetzt?«, wollte ich wissen.
    
    »Ich weiß es nicht. Wir sollten die Polizei rufen«, meinte Julia. Sie klang so ängstlich, wie ich mich fühlte.
    
    »Wie denn? Ich weiß nicht, wo mein Handy ist«, sagte ich.
    
    »Meins liegt oben«, erwiderte Julia. »Aber wenn ich das holen will, muss ich an den Beiden vorbei.«
    
    »Mein... AU!«, erklang Erikas Stimme. »Mein Handy... AUA! Liegt unter... AUA! Der Kasse... AAAAHHH!« Ich wusste, daß Erika sich nicht bewegen durfte und anscheinend hatte Ingrid die Elektroschocks eingeschaltet, die sich aktivierten, sobald Erika sich auch nur ein kleines Bisschen bewegte.
    
    »Dann hol es«, sagte Julia.
    
    »Das geht ... AUA! Nicht. Wenn ich mich... Ahhh! Bewege, bekomme... Au verdammt! Ich Stromschläge ...
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