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Die Galamex-Saga - Teil 03
Datum: 14.07.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... nicht ganz sicher war, was er tatsächlich damit meinte. Er lief zum Fenster meines Büros, seine Hände hinter dem Rücken verschränkt, und genoss für einen Augenblick die Aussicht. "Ich habe in den letzten Tagen CyCo und insbesondere Cygnus Montichiari eingehend studiert. Er ist ganz offenbar ein Mann mit Prinzipien, ehrenwerten Prinzipien und einer Vision. Auf seine eigene Art und Weise verfolgt er Ideale, die den ihren, Ornella, nicht unähnlich sind. Und sie stellen das dar, was die Flotte eigentlich sein sollte: Eine Fackel, die die Menschheit aus der Dunkelheit ins Licht führt." "Ich ... weiss nicht, was ich sagen soll, Sir." "Dann sagen sie nichts, meine Gute! Ich stelle sie hier gerade auf einen Sockel, der ihnen vermutlich unangenehm ist! Was ich eigentlich mit meinen Worten sagen will: Ihre Beziehung zu Cygnus Montichiari verschafft der Flotte einen Verbündeten, dessen Wert aktuell gar nicht abzuschätzen ist. Das Prädikat 'Wunderkind', mit dem er von vielen bedacht wird, hat seine Gründe! Wer weiss, wozu er alles imstande ist? Er ... Er und sie! Sie beide könnten tatsächlich das Antlitz der Menschheit verändern - zum Besseren." "Bitte, Sir ... " Allmählich waren mir die Ausführungen meines Commanders tatsächlich etwas unangenehm. Dies entging seinem Adlerblick nicht. "Verzeihen sie, Ornella. Vielleicht sind dies ja auch nur die Spinnereien eines alten Trottels. Auf jeden Fall war es wirklich eine glückliche Fügung, die sie und Cygnus Montichiari ...
... zusammengeführt hat!" "Nun, was das betrifft - und da sie vorhin von einem Sockel gesprochen haben, würde ich ihnen gerne etwas zeigen. Haben sie Zeit für einen kleinen Ausflug in die Altstadt?" "Bemerkenswert ... " Commander Donovan blickte abwechselnd von der Statue zu mir. "Äusserst bemerkenswert. Und sie sagen, diese Statue stelle eine Schauspielerin namens Ornella Muti aus dem zwanzigsten Jahrhundert dar?" Ich nickte. "Sie finden einen entsprechenden Eintrag auf Galaktipedia." "Bemerkenswert", wiederholte er. "Ich bin zwar, was Genetik betrifft, nicht sehr bewandert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas oft vorkommt." Ein verworfen geglaubter Zweifel keimte in mir auf. "Darf, darf ich ihnen eine Frage stellen, Sir?" "Natürlich." "Glauben sie ... Halten sie es für möglich, dass ich, dass ich ein Klon dieser Frau bin?" Er musterte mich eine Weile lang eingehend, ohne etwas zu sagen. Als er das Wort ergriff, klang er äusserst bedächtig. "Das sind zwei unterschiedliche Fragen, Ornella. Denn: Möglich wäre es, ja. Das notwendige Genmaterial vorausgesetzt, kann so etwas tatsächlich durchgeführt werden. Ich weiss von Eltern, die ihr Kind bei einem Unfall verloren haben, welche tatsächlich einen Klon davon haben machen lassen. Die genauen Prozeduren entziehen sich meiner Kenntnis, aber es ist tatsächlich möglich. Aber auf die Frage hin, ob ich dies tatsächlich glaube, lautet meine Antwort: Nein. Bitte bedenken sie, dass diese Schauspielerin vor ...