1. Die Galamex-Saga - Teil 03


    Datum: 14.07.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Beschleuniger durch.
    
    Schwarzer Rauch stieg vom Landefeld auf. Kurz bevor wir es erreichten, fing uns einer von Yegors Trupps ab. Sie hatten den ganzen Bereich um das Shuttle-Landefeld abgeriegelt und kontrollierten jeden, der vorbei wollte. Als Ornella den Flitzer zu Boden brachte und sie mich auf dem Beifahrersitz erkannten, kam der Anführer des Trupps zu mir. "Cygnus, Yegor erwartet dich oben an der Rampe - ich informiere ihn gleich, dass du da bist."
    
    "Danke." Wir fuhren weiter, bis wir den Fuss der Rampe erreichten, und stiegen hastig aus. Yegor kam uns entgegen, flankiert von Borys und Henry. Der Geruch von verbranntem Kunststoff stieg mir in die Nase.
    
    "Wie schlimm ist es?", fragte ich mit ruhiger Stimme, während der abgrundtiefe Schrecken in meinem Inneren alles zu verschlingen drohte.
    
    "Das wissen wir noch nicht genau. Der Antimaterie-Antrieb des Shuttles ist während der Startphase explodiert. Die Strahlung ist noch zu hoch, als dass sich jemand nähern könnte. Wir haben die Flottenvertretung informiert, aber sie haben uns noch niemanden geschickt, der uns dabei helfen könnte, die Strahlung einzudämmen."
    
    "Was?", fragte Ornella aufgebracht. "Wann habt ihr die Flotte informiert?"
    
    "Gleich nach der Explosion", antwortete Yegor. "Vor 90 Minuten."
    
    Ornellas Gesicht zeigte kaum verhohlene Wut unter einer dicken Schicht Entschlossenheit. Ihre Stimme blieb dennoch ruhig und bestimmt.
    
    "Wie viele Leute sind an Bord?"
    
    "Nach unserem Kenntnisstand zwei. Der ...
    ... Pilot, Dior Gueye, und Alina Sparks."
    
    "Habt ihr hier irgendwo Standard-Raumanzüge?"
    
    Yegor nickte. "Gleich da vorne im Versorgungslager."
    
    "Sehr gut. Bringen sie mich hin!", wies sie Yegor an, bevor sie sich an mich wandte. "Und du, mein Herz, kümmerst dich jetzt um Alejandra."
    
    "Puta-Mierda! Lass mich los, Cygnus, lass mich einfach-"
    
    Ich hielt sie davon ab, die Rampe zu den Trümmern des Shuttles hochzustürmen. In ihren Augen brannten Wut und Verzweiflung - vor allem Verzweiflung.
    
    "Schhhht, Ale. Ornella ist mit Yegor hochgegangen. Sie werden sich bestimmt gleich melden."
    
    "Lass mich los, ICHO DE PUTA! LASS. MICH. LOS!"
    
    Alejandra wand sich in meinen Armen, doch ich liess nicht locker, selbst als ihr Knie - unfreiwillig aber schmerzhaft - in meine Weichteile landete. Dann hörten wir Ornellas Stimme aus Henrys ComPad dringen.
    
    "Sie sind beide am Leben, aber bewusstlos. Alina hat auf jeden Fall eine Unterarmfraktur. Wir stecken die beiden in die zusätzlichen Raumanzüge und tragen sie hier raus."
    
    "Alina lebt?", fragte mich Alejandra, als ob sie befürchtete, sich die Worte nur eingebildet zu haben. Ich lächelte und nickte, während mein eigener Schrecken ebenfalls etwas an Kraft verlor. Dann brachen bei Alejandra sämtliche Dämme und sie schluchzte in meine Brust hinein, schrie ihre Verzweiflung in den Stoff meines Hemdes, während ich sie festhielt und wiegte.
    
    Yegor legte Dior auf die Trage, während Ornella immer noch die Rampe hinunterkam, Alina in den ...
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