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Puppenliebe
Datum: 30.07.2023, Kategorien: Sonstige,
... damals nicht gekommen, dass er keine Lust dazu hatte. Er war ein Teddy gewesen, nichts anderes, wenn auch mein liebstes Kuscheltier. Damals hatten wir mehr gekuschelt, als es normal war, wobei ich mir vorstellen konnte, dass es mehr Mädchen und Jungen gab, die ähnliche Erfahrungen mit ihren Puppen machten. "Er mochte es nicht?", fragte ich interessiert zurück, wollte mehr über ihn erfahren. "Er steht nicht auf Jungs, ein Mädchen wäre ihm lieber gewesen. Aber man kann nicht alles haben!", hörte ich Prinzess und musste lächeln. "Er hätte es mir sagen sollen, so wie du!", meinte ich und musste leise lachen. "Ich glaube, er hatte Angst davor, dass du ihn dann nicht mehr magst und wäre irgendwann in einer Kiste landet, im Keller verstaubt. Für uns Puppen gibt es nichts Schlimmeres, als nicht mehr geliebt zu werden und in Vergessenheit zu geraten. Es ist unser Bestimmungszweck, seine Daseinsaufgabe als Kuscheltier, unserem Eigentümern Freude zu bereiten, wenn man es so sagen kann!" "Und was ist deine Aufgabe, ein Kuscheltier bist du nicht!" Prinzess kicherte leise. "Na, schau mich an, wonach sehe ich wohl aus, welche Fantasie spukte meinem Schöpfer im Kopf herum, als er mich machte?" "Eine sehr geile, würde ich sagen, wenn man drauf steht, wie du aussiehst. Schon etwas seltsam, wie er dich gemacht hat. Es gibt für alles Liebhaber!" "Als ich mich das erste Mal gesehen habe, war ich sehr enttäuscht und war wohl die unglücklichste Puppe der Welt. Es passte ...
... nichts zusammen und ich kam mir wie ein Monster vor, das aus einer Horrorshow geflohen war. Keiner wollte mich kaufen und ich saß lange Zeit als Kuriosität in einem hinteren Winkel eines Geschäfts herum. Die anderen Puppen um mich herum lachten mich aus, haben mir gesagt, dass mich niemals jemand kaufen würde. Irgendwann wurde der Laden geschlossen und selbst im Ausverkauf wollte mich keiner haben. Ich wurde in eine dunkle Kiste gesteckt und musste dort lange warten, bis das nächste Mal Licht auf mich fiel. Es war Frau Kringel, die die Reste aufgekauft hatte, um an Ersatzteile für ihren Werkstatt zu kommen. Sie hatte aber ein zu großes Herz, konnte mich nicht zerlegen. Ich kam auf ein anderes Regal, fiel irgendwann herunter, wobei mein Arm zerstört wurde. Frau Kringel wollte es immer richten, kam aber nicht dazu. Dafür durfte ich auf dem Sessel sitzen und sie unterhielt sich lange mit mir. Vielleicht als Ausgleich dafür, dass sie mich nicht reparierte. Ja, und dann kam ein interessanter Mann in den Laden und ich entbrannte sofort für ihn, konnte mein Glück nicht fassen, als er mich reparierte. Seine Berührungen waren für mich wie der Himmel, seinen Blicke lösten in mir ein warmes Gefühl aus. Als er aus dem Laden verschwand, hätte ich heulen können. Ich drängte Frau Kringel dazu, mich in seine Hände zu geben. Diesen Wunsch hat sie mir erfüllt und jetzt liege ich hier mit dir im Bett und bin die glücklichste Puppe der Welt. Was immer du mit mir machen wirst, es wird mir eine ...