1. Puppenliebe


    Datum: 30.07.2023, Kategorien: Sonstige,

    ... in Ordnung!", bestätige sie es mir. Ich suchte trotzdem nach einer Möglichkeit es zu ändern. Dabei kam mir ein lächerlicher Gedanke, der sich mit der Zeit als praktisch herausstellte, auch wenn Prinzess es über lange Zeit hasste.
    
    Der Kinderhochstuhl, den ich bestellte, hatte die richtige Höhe für sie. Als ich sie später das erste Mal hineinsetzte, protestieret sie dagegen.
    
    "Willst du mich lächerlich machen?", fauchte sie mich an und ich grinste zurück.
    
    "Sieht süß aus!", gab ich zurück und sie schmollte eine ganze Zeit lang.
    
      Kapitel 10
    
    An demselben Tag ging ich auf den Dachboden, suchte die Kartons zusammen, die dort oben vor sich hin schimmelten. Wahrscheinlich hatte meine Schwester sie längst vergessen. Seit Jahren standen sie dort, ohne dass sie sich danach erkundigt hätte. Ein sicheres Zeichen, dass nichts Wichtiges darin war. Trotzdem hatte ich Hemmungen davor, sie zu öffnen und in ihrem Kram herumzuwühlen.
    
    Viele Erinnerungen kamen auf, als ich die Gegenstände einzeln aus den Kartons nahm, sie für einen Moment betrachtete. Teilweise war es altes Spielzeug, ein paar Bücher, nichts Aufregendes. Erst als ich gegen jede Wahrscheinlichkeit die Puppe fand, die ich suchte, klopfte mein Herz schneller. Ich hielt sie in der Hand, betrachtete ihr freundliches Gesicht, die winzige Nase, das breite Lächeln, was sie von sich gab. Größer die Augen als normal, genauso der Mund, ihre Haare lang, schwarz und verstaubt. Ich pustete einen Teil davon heraus und ...
    ... sah sie eine längere Zeit an.
    
    Genauso wie ich sie jetzt sah, war sie mir in Erinnerung geblieben und ich musste lächeln, als ich darüber nachdachte, dass sie nicht nur einmal bei mir gewesen war. Genau genommen war sie meine erste Freundin gewesen. In vielen Träumen war sie mir erschienen, hatte mich über lange Zeit begleitet.
    
    Ich nahm sie heraus, entdeckte eine Zweite, die ich nicht liegen lassen wollte. Wenn es stimmte, was mir Prinzess erklärt hatte, waren sie über viele Jahre dort zusammen gewesen, und wenn ich eine alleine ließ, würde diese unglücklich werden.
    
    Mit den Beiden ging ich nach unten und brachte sie zu Prinzess ins Wohnzimmer. Sie saß auf dem Sofa und ich setzte die beiden vor ihr auf den Tisch.
    
    "Ich habe sie tatsächlich gefunden. Die Schwarzhaarige ist es, die andere wollte ich nicht alleine dort liegen lassen!"
    
    "Das ist nett von dir. Es ist ihnen peinlich, dass sie so dreckig sind. Du solltest sie waschen!", meinte Prinzess und ich sah ein, dass sie damit recht hatte. Sie waren schmutzig und ihre Haare stumpf und strubbelig. Daher nahm ich sie und trug sie ins Bad.
    
    "So ihr hübschen. Dann wird der Jan euch mal fein machen!", sagte ich zu ihnen, bekam keine Antwort darauf. Stattdessen schnappte ich mir die Schwarzhaarige, öffnete die kleinen Druckknöpfe und Bänder, die ihre Bekleidung geschossen hielt und entfernte sie vorsichtig, damit nichts kaputt ging.
    
    Als ich sie ohne Klamotten in der Hand hielt, konnte ich mich augenblicklich an mehr ...
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