1. Puppenliebe


    Datum: 30.07.2023, Kategorien: Sonstige,

    ... diesen Zustand, als wenn man alles um sich wahrnahm, trotzdem bereits auf Wolken schwebte.
    
    Irgendwann kippte es in Richtung Schlaf und ich erwachte in meinem Bett in meiner Welt. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt hier zu landen, trotzdem gelang es mir nicht, eine andere Abzweigung zu nehmen.
    
    Wie zuvor war ich nackt, störte mich nicht. Ich empfand es als normal. Also stand ich auf, wollte nach Prinzess sehen, um sie zu fragen, ob es möglich war, es zu steuern, ob man hier landete oder in einem anderen Traum.
    
    Dazu ging ich nach unten, fand Prinzess jedoch nicht. Also ging ich nach draußen, sah mich einen Moment um, konnte jedoch weder jemanden sehen oder hören. Alles lag ruhig um mich herum, als wenn ich alleine war. Möglich war es, glaubte jedoch nicht daran. Also ging ich auf Exkursion, um die Umgebung zu erforschen. Es gab nichts zu sehen, alles war ruhig, bis ich an ein kleines Haus kam, aus dem ich leises Summen hörte. Neugierig ging ich hin und war mir sicher zu wissen, wem die Stimme gehörte. Als ich durch ein geöffnetes Fenster sah, wurde mir meine Annahme bestätigt.
    
    Es war Scarlett, die dabei war ihr Haus zu dekorieren. Dazu schob sie alle möglichen Einrichtungsgegenstände hin und her, als wenn sie aus Watte beständen. Selbst Möbel bewegte sie mit einer Leichtigkeit, die man ihr nicht zugetraut hätte.
    
    Als ich es sah, musste ich mir selber sagen, dass vieles in dieser Welt anders war als in meiner Wirklichkeit. Sich darüber zu wundern, war nicht ...
    ... nötig.
    
    Scarlett bemerkte mich erst, als ich mich räusperte. Sie drehte sich zu mir um und setzte sofort ein süßes Lächeln auf, als sie mich sah.
    
    "Oh. Wie schön, dass du mich besuchst. Du könntest mir dabei helfen, meine Einrichtung zu gestalten. Irgendwie passt es mir alles nicht. Es fehlt was!"
    
    Ich war selber in diesen Dingen keine Fachkraft und erklärte es Scarlett, die es nicht zuließ. "Das macht doch nichts. Einfach deinen Sinn für das Schöne einblenden und dann wird es schon gehen!", meine sie, ging zur Tür, die direkt neben dem Fenster war, und öffnete sie für mich.
    
    "Komm doch rein, aber vorsichtig mit dem Kopf!"
    
    Entsprechend ihrer Größe war das Haus, niedrig die Tür. Ich musste mich bücken, um mir nicht den Kopf an der Zarge zu stoßen. Die Decke im Haus war niedrig, vielleicht zwanzig Zentimeter höher als mein Kopf. Entsprechend eng fühlte es sich an.
    
    "Was meinst du, den Schrank dort hin oder dort!", frage sie mich sofort, hob das gute Stück ohne Schwierigkeiten an und trug ihn zuerst hierhin, danach zur anderen Stelle, die sie ausgesucht hatte. Ich antwortete ihr nach Gefühl, genauso wie bei den nächsten Stücken.
    
    Nach einer Stunde waren wir fertig und besahen uns das Ergebnis.
    
    "Hmmmmmm!", meinte ich und kratzte mich am Kinn.
    
    "Zumindest besser als zuvor!", meinte Scarlett, wobei es resigniert klang.
    
    "Kann ich nicht sagen, habe es vorher nicht gesehen!"
    
    "Egal, ich werde es ein paar Tage stehen lassen, danach entscheide ich, ob es so bleibt!" ...
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