1. Ein wenig Sonnenschein


    Datum: 10.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Die Villa im Park, Kapitel 1
    
    Hermann stand in der Eingangstür und schaute mit einem Lächeln seinen Gästen hinterher, die gerade die Treppen hinunterstiegen, um zu ihrem Auto zu gelangen. Er war stolz auf seinen Sohn, der endlich seine Bestimmung gefunden und sein stetig wachsendes Unternehmen im Bereich Grafikdesign mit Konsequenz und Umsicht, aber auch mit einer gehörigen Portion Herz führte.
    
    Sein Blick jedoch war nicht auf seinen Sprössling gerichtet, sondern fokussierte unauffällig auf das reizvoll hin und her schwingende Hinterteil seiner neuen Assistentin, die neben ihm die letzten Treppen hinabschritt. Wie hieß sie noch gleich? Michaela? Miriam? Das war aber jetzt auch nicht wichtig...
    
    Ihr Kleid schien ihr auf den jugendlichen Körper gegossen zu sein und schmiegte sich wundervoll jeder ihrer Kurven an. Eine längst vergessene Sehnsucht durchströmte seinen immer stärker nachlassenden Körper als sie sich jetzt elegant in den tiefen Sitz des Porsches gleiten ließ und dabei noch ein wenig mehr ihrer schlanken Oberschenkel preisgab.
    
    War gerade tatsächlich der spitzenbesetzte Saum ihrer Strümpfe aufgeblitzt? Er starrte auf den hochgerutschten Saum ihres Rocks. Wie gern wäre er mit sanften Händen über das glatte Gewebe des Strumpfs hinaufgeglitten, und hätte untersucht, wo genau es endete und er nackte Haut fühlen würde...
    
    Aber sein Sohn schloss die Tür des Fahrzeugs und beendete damit abrupt seine Träume. Ein kurzes Winken, dann verschwand auch er im Inneren ...
    ... des Wagens und kurz darauf verloschen die Rücklichter des Wagens im Dunkel der Nacht.
    
    Wie herrlich war dieser Abend doch gewesen, dachte Hermann als er in das Stille Haus zurückging, in dem jetzt nur noch zwei Damen des Cateringunternehmens die letzten Spuren seiner Geburtstagsparty beseitigten. Kurze Zeit später waren auch sie verschwunden. Hermann stand mit einem letzten Glas Cognac in der Hand am Fenster der Veranda und schaute ins Dunkel des Parks.
    
    Er sollte ins Bett gehen. Mit vierundsiebzig war es nicht mehr an der Zeit, ganze Nächte mit Tanz, Drinks und hübschen Weibern durchzufeiern. Aber er fühlte sich nicht müde. Viel zu sehr hatte er die Anwesenheit seines Sohnes und seiner hübschen Assistentin genossen. Zumindest in Gedanken musste er das Gefühl noch ein wenig festhalten.
    
    Sein Blick fiel auf seinen Schreibtisch und den geschlossenen Laptop. Kurzerhand klappte er ihn auf und öffnete das Browserfenster. Ziellos surfte er eine Weile durch Erotikseiten mit reizvollen Bildern mehr oder weniger bekleideter hübscher Frauen. Er spürte dieses lustvolle Ziehen in seinem Unterleib. Als er jedoch zwischen seine Beine griff, fand er nur die Leere, die ihn in letzter Zeit schon häufiger heimgesucht hatte. Sein bester Freund schlief bereits tief und fest. Auch die hübschen Frauen auf dem Bildschirm schienen nicht in der Lage zu sein, ihn in dieser Nacht noch zu erwecken.
    
    Gerade wollte er missmutig den Computer wieder schließen, als sich plötzlich ein neues Fenster ...
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