1. Ein wenig Sonnenschein


    Datum: 10.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... unser letztes Telefonat aus Budapest war alles andere als liebevoll. Dabei wollte ich mich doch einfach nur einmal zuhause melden und vielleicht auch mit Svenja kurz sprechen. Aber er war so unfreundlich, dass ich einfach aufgelegt habe." „Also gibt es Schwierigkeiten in eurer Beziehung" versuchte Jana zu ergründen.
    
    „Ja." bestätigte Denise und ihre Augen wurden dunkler. „Aber es ist nicht nur das."
    
    „Also ist der Sex zwischen euch mittlerweile auch fade und langweilig?" provozierte die dunkelhäutige Schönheit mit einem Zwinkern. „Wann hat er dich das letzte Mal so richtig fliegen lassen?"
    
    Denise nahm einen Schluck Wein.
    
    Jana nutzte die Beschreibung „sie fliegen lassen" aus einem Geständnis, das sie der Freundin am Anfang ihrer Beziehung mit Andreas gemacht hatte. Jetzt wurde es in ihren Wangen sichtlich wärmer, als sie sich daran erinnerte.
    
    Damals hatte Andreas sie regelrecht angebetet. Ihr Liebesspiel war heißer als jeder Porno, wenn er sie ausführte, ihr jede Minute erregende Worte ins Ohr flüsterte, liebevolle Komplimente machte. Dadurch und durch seine begehrenden Blicke hatte ihre Seele dieses gleiche Begehren, dieses unbeschreibliche Glücksgefühl entwickelt und ihr Körper war lange bevor er auch nur eine ihrer erogenen Zonen berührte, mehr als bereit, sich ihm hinzugeben, ihn tief in sich aufzunehmen. Und wenn sein Schwert dann schließlich das erste Mal tief in ihre Scheide fuhr, hätte sie schreien können. Ja, und kurze Zeit später war sie geflogen, ...
    ... hatte Zeit und Raum einfach hinter sich gelassen und sich seinen geilen Zärtlichkeiten bedingungslos hingegeben...
    
    Ihre Augen bekamen einen feuchten Glanz als sie Jana leise gestand:
    
    „Ich kann mich nicht mehr erinnern..."
    
    „Und warum bist du dann immer noch bei ihm?" kam Janas nächste Frage vorwurfsvoll.
    
    „Svenja?" erinnerte Denise sie, ebenfalls mit einem Vorwurf in ihrer Stimme, an ihre Tochter.
    
    Jana lehnte sich zurück und starrte ihre Freundin an. Einen Augenblick herrschte Stille zwischen ihnen. Dann wurde sie ernst und fragte mit unendlicher Liebe:
    
    „Wer bist du und was ist mit meiner lebenslustigen, quirligen Freundin Denise passiert?"
    
    Die Frage erschütterte Denise in ihren Grundfesten. Hatte Jana Recht? Hatte sie sich so komplett verändert? Ohnmächtig, ohne eine wirkliche Entgegnung wurde sie in Gedanken zurückgeschleudert zu den ersten Monaten an der Uni.
    
    Dieses kurvenreiche Duo aus blond und brünette war schon nach kürzester Zeit zur gefürchteten Konkurrenz der weiblichen Studentinnen geworden. Ohne dass sie ein wirklich ausschweifendes Sexualleben geführt hätten, galten sie als gefährlicher für jede Beziehung als jede bekannte militärische Waffe. Naja, und Kinder der Traurigkeit waren sie ja auch nicht. Spontan erinnert sich Denise an die beiden hübschen Studenten des höheren Semesters, die in der nächtlichen, eigentlich geschlossenen, Bibliothek vor den beiden jungen Frauen knieten. Sie waren im Wettstreit, wer seine, mit hochgeschobenem Rock und ...
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