-
Summertime - and the Living is easy
Datum: 31.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... 'Ärzten'." Wir lachten schallend. "Darf ich mich vorstellen. Ich bin Sophie. Software-Nothelfer." "Angenehm. Stefan. Schreiner und Software-User. Bleiben wir beim 'Du'?" "Nicht bevor ich mein Pils habe und wir förmlich Brüderschaft getrunken haben." Glücklicherweise kam das Pils umgehend. Wir verschränkten die Arme, sie nahm einen Schluck Pils, ich einen Schluck Gin-Tonic, und besiegelten den Blutsgeschwisterbund -- beinahe. "Nun fehlt noch der Kuß." Sie hielt mir ihren -- leicht geöffneten - Mund entgegen. Ich setzte meine Lippen sanft auf ihre und staunte nicht schlecht, als sie ihre Zunge zwischen meine Lippen schob. Es wurde ein zarter, aber intensiver Blutsgeschwisterkuß. 'Muß man auch mal erlebt haben', dachte ich mir, als unsere Lippen sich lösten. Ihre Augen blitzen mich an. "Was machst du hier an diesem sonnigen Tag?" "Ich gebe mich dem Müßiggang hin und beobachte das bunte Treiben. Und stelle Studien an, über das, was nur sommerliche Kleidung sein soll, oder sogar sexy." "Und zu welchen Ergebnissen ist der Beobachter gekommen?" "Manches erregt tatsächlich die Sinne. Manches läßt viele Fragen offen." "Fragen?" "Genau. Fragen. Zum Bleistift, ob nicht viele Menschen jemanden bräuchten, der sie bei der Hand nimmt, und bei der Auswahl der Garderobe hilfreich zur Seite steht." Sophie prustete los. Sie schien den selben Humor zu besitzen wie ich. Erfrischend. "Sieh mal grad dahin. Etwas links und dann dreißig Meter ...
... entfernt. Der Herr und die Dame. Das nenne ich sommerlich. Und elegant. Diese Grandezza. Säße ich nicht, gäben meine Knie nach." Ich blickte in die beschriebene Richtung. Dort spazierte ein Paar über den Marktplatz, beide um die siebzig Jahre alt. Er trug einen sandfarbenen Anzug, Dreiteiler, und einen Panamahut. Dazu passend braune Schuhe. Und er ging mit einem Stock. Er ging nicht am Stock. Er war nicht gebrechlich. Der Stock war ein Accessoire, wie sein Hut. Ein Bild zum Niederknien. Seine Begleiterin, sicher seine Gattin, hatte ihre Hand leicht auf seinen Arm gelegt und schien neben ihm herzuschweben. Gewandet in einen, ebenfalls sandfarbenen, Rock -- etwa dreiviertellang. Eine passende Jacke und eine schlichte weiße Bluse rundeten die Erscheinung ab. Unnötig zu erwähnen, daß sie einen wagenradgroßen Sommerhut trug. "Das ist Stil. Das ist Sommer. Das ist 'Jenseits von Afrika'". "Du sabberst", neckte Sophie mich. "Blödsinn", fuhr ich sie scherzhaft an. "Dann wende doch deinen Blick mal wieder deiner näheren Umgebung zu und gib dein Urteil über meine Garderobe ab." "Darf ich eben einen Happen nehmen? Du solltest auch zulangen. Das Frühstück ist keine Dekoration." Wir schmausten uns durch die Leckereien. Frische Brötchen, Marmeladen und Honig aus der Umgebung und selbstgeschlachtete Wurstspezialitäten der örtlichen Metzgerei. Ein Fest für die Götter, an einem Tag zum Prinzen, oder Prinzessinnen, zu zeugen. "Müpst du jescht ma dein malifischiertes Urteil ...