1. Summertime - and the Living is easy


    Datum: 31.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... mediterran. Es leben die Vorurteile.
    
    Fröhlich schnatternd, sinnlich, aufreizend, gleichzeitig unnahbar.
    
    Eine von ihnen trug eine Carmen-Bluse. Ich liebe diese Teile. Weiter Ausschnitt, kurze Ärmel und sie enden irgendwo zwischen Brust und Nabel. Bei ihr war der eine Ärmel von der Schulter gerutscht. Wir gern hätte ich sie herumgewirbelt, an mich gezogen und die Schulter geküßt.
    
    Es sind manchmal die kleinen Dingen, die das Herz erfreuen.
    
    Ich lasse die Gruppe hinter mir.
    
    Auftritt Harry und Sabine. Ich kenne nicht ihre wirklichen Namen, ich nenne sie nur so.
    
    Harry war echt unbeschreiblich. Shorts, Feinrippunterhemd, Birkenstock. Aber gesegnet mit, man kann es nicht anders beschreiben, Wahnsinnstitten. Sabine konnte da nicht mithalten. Auch nicht wegen ihrer Jogginghosen. Mir fiel Karl Lagerfeld ein, und seine Meinung zu Jogginghosen.
    
    Ich weiß nicht, warum ich die beiden erwähne. Andererseits hat jeder sein Recht auf seine 15 Minuten Ruhm. Sagte nicht Andy Warhol ähnliches?
    
    Endlich erreichte ich den Marktplatz. Natürlich war heute kein Markttag und so hatten die, in den Seitenstraßen ansässigen, Restaurantes und Gelaterias dort ihre, sonst spärliche, Außengastronomie erweitert und aufgebaut. Es herrschte ein buntes Treiben. Kinder tollten über den Platz, derweil die Eltern Gelati, Pasta oder alkoholisches genossen. Und auch hier die unvermeidlichen Pärchen, verliebte Blicke tauschend. Außerdem die Jäger und Jägerinnen des unbekannten Schatzes, die ...
    ... Singles.
    
    Kaum saß ich an einem Tisch und hatte einen Gin-Tonic bestellt, steuerte eine dieser Jägerinnen auf mich zu. Zumindest kam es mir so vor. Andererseits hatte sie wenig Ähnlichkeit mit dieser Spezies. Zumindest nicht an diesem Tag. Sie trug, völlig untypisch fürs Wochenende, schwarze Marlenehosen und eine weiße Hemdbluse. In der einen Hand hielt sie eine Laptoptasche und in der anderen ein über die Schulter geworfenes Jacket.
    
    "Sie gestatten?"
    
    "Natürlich. Nehmen sie Platz. Ich nähme grad gern ein zweites Frühstück. Darf ich sie einladen?"
    
    "Gerne, danke. Stellen sie es zusammen? Ich hätte aber statt eines Kaffees lieber ein kleines Pils. Auch wenn es nicht dem Klischee einer Dame entspricht. Abgesehen davon haben sie hier diese entzückenden kleinen Pilstulpen. Die sehen aus wie Sektflöten, und enthalten ein weitaus leckereres Getränk."
    
    Die Unbekannte schmunzelte.
    
    Ich winkte nach dem Kellner und gab die umfangreiche Bestellung auf.
    
    "Sie sehen ein wenig hektisch aus. Dabei ist Wochenende."
    
    "Jetzt ja. Bis eben war Business. Ich trüge grad gern eher alles andere als schwarz-weiß. Es ist gelegentlich zum Speien. Das war jetzt gut gesagt, näää?"
    
    Dieses 'näää' haute mich mich um. Ich stellte sie mir vor, mit wirrem Blick im Strahl kotzend und lachte laut auf.
    
    "Glauben sie mir, manchmal sind die Kunden dermaßen... Ich sach ma, eine Domina täte ihnen gut. So richtig mit Leder und Stahl und Haue. Mitten in die Fresse rein."
    
    "Das kenne ich. Das ist von den ...
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