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Summertime - and the Living is easy
Datum: 31.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
War das ein schöner Tag. Die Sonne wärmte die Stadt in erträglichem Maße. Die Straßen waren voller gutgelaunter, sonnenhungriger Menschen gewesen. Langsam neigt sich der Tag dem Ende zu. Die Sonne verwandelt sich in einen großen, roten Feuerball und schickt sich an, hinter der Silhouette der Stadt zu versinken. Ich rücke meinen Sonnenstuhl auf dem Balkon zurecht, dieses Schauspiel zu genießen. Auf dem kleinen Tischchen steht ein Glas Gin-Tonic. Er soll mir Gesellschaft leisten, während ich den Tag Revue passieren lasse. Ich gönnte mir den Luxus, einmal ausschlafen zu können. Kurz vor High-Noon sagte ich meinem Futon adé und trollte mich in die Küche. Ich setze die Kaffeemaschine in Betrieb, stellte Brot, Wurst und Marmelade auf den Tisch. Während die Kaffeemaschine vor sich hinblubberte, erledigte ich die Morgentoilette. Die Zahnpflege war in drei Minuten erledigt. Die Rasur ließ ich aus und die Haare leisteten dem Kamm keinen Widerstand. Unbekleidet, wie der Herr mich einst erschuf, begab ich mich zurück in die Küche und bereitete ein kleines Frühstück. Ein größeres würde sicher im Laufe des Tages folgen. Nach einem Becher Kaffee, einer Scheibe Marmeladenbrot und einem Schinkenbrot, ging es zurück ins Schlafgemach. Ich öffnete den Kleiderschrank, wählte eine Chino, ein hellblaues Hemd und braune Slipper. Was brauchts mehr? So in Schale geworfen verließ ich mein bescheidenes Domizil, nicht ohne zuvor noch ein Sacko geschnappt zu haben für den nötigen Kleinkram ...
... -- Smartphone, Schlüssel, Brieftasche, Taschentuch. Nein, kein Tempo. Ein Herr hat stets ein unbenutztes Taschentuch aus Stoff bei sich, möglichst weiß. So gewappnet für den Tag schloß ich die Wohnungstüre hinter mir, eilte das Treppenhaus hinunter und trat durch die Haustür. Die Stadt hieß mich willkommen. Sie war nicht groß. Aber sie konnte mit einem Bahnhof aufwarten, in nächster Nähe zum alten Rathaus gelegen. Beide Gebäude begrenzten den Marktplatz, eines südlich, das andere nördlich. Aus den anderen Himmelsrichtungen führte die alte Handelsstraße auf den Platz. Ich hatte es nicht weit und ging an den kleinen Fluß entlang, der parallel zur Hauptstraße dahinplätscherte. Ein Stück weit vor dem Marktplatz verschwand er unter der Erde, um am anderen Ende wieder aus der Unterwelt aufzutauchen. Ich aber ergab mich ganz den sommerlichen Eindrücken. Alle Welt schien es mir gleichtun zu wollen. Familien waren unterwegs, verliebte Paare und auch Singles. Auf Braut- oder Bräutigamschau? Oder der Suche nach der Eissdiele? Eines erkannte ich schnell. Der derzeitige Trend waren hautenge Leggins. Bei den Damen. Kam mir eine entgegen, konnte ich direkt erkennen, sie war rasiert, oder trug die Haare links gescheitelt. Nicht sexy. Nicht die Frisur, die Leggins. Ging sie vor mir her, fraß sich die Leggins tief zwischen die Backen. Auch nicht anregend. Aber dann ging eine vor mir her, da mußte ich arg an mich halten. Ein Weib mit einem Prachtarsch. Nicht in Leggins. In Jeans. ...