1. Kometenhaft 18


    Datum: 10.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Nachrichten waren weiter voll von Informationen über die Veränderungen, die wir, so gut es ging, ignorierten. Heute sollte der Spaß Vorrang haben.
    
    Irgendwann nach dem Mittagessen sprang dann Andrea auf und meinte "Wisst ihr was Leute? Ich fühle mich hier den ganzen Tag schon fehl am Platz!" und entledigte sich ihrer Kleider. Ohne Worte tat Frank es ihr gleich. Ich ließ es mir durch den Kopf gehen, mich ihnen anzuschließen, denn schon vor dem Kometen war klar gewesen: "Wenn du auf einem FKK-Grundstück bist, zieh dich aus!". Und wir Bekleideten waren hoffnungslos in der Unterzahl. Ein Blick und ein leichtes Kopfnicken von Vanessa signalisierte mir, dass ich mitmachen könnte, aber sie werde sich da raus halten. Also war Vanessa sogleich die Einzige, die noch was an hatte. Sie kam einfach immer noch nicht mit alldem klar.
    
    Nicht einmal zum Frisbee hatte sie Lust und so ließen wir sie, mit ihrem Einverständnis, auf den Decken, während wir gleich daneben spielten.
    
    Gerade als ich Andrea mal den Frisbee zuwerfen wollte, hörte ich nur noch Schreie. Und was mir das Blut in den Adern gefrieren ließ: Die heftigsten kamen aus Richtung unseres Picknickplatzes.
    
    Als ich mich umdrehte, war es wie der schlimmste Alptraum, den ich je hatte: Vanessa wurde von einem krank aussehenden Typen rücklings auf den Boden gepresst, während er unter unmenschlichen Schreien ihr die Kleidung vom Leib riss. Sie wehrte sich mit allem, was sie hatte, doch der Typ schien nichts mehr zu spüren. Selbst ...
    ... die Platzwunde am Kopf, aus der er heftig blutete hielt ihn nicht auf.
    
    Ich rannte was das Zeug hielt zurück und versuchte Vanessa zu helfen, aber der Zombie schien fast übermenschlich stark zu sein. Erst als Frank UND Andrea mir halfen, konnten wir ihn von Vanessa wegzerren und niederringen. Wir setzten uns schließlich zu dritt auf ihn und hielten seine Gliedmaßen so gut es ging, unter Kontrolle.
    
    Einer Gruppe Umstehender rief ich zu, sie sollten gefälligst die Polizei rufen, während ich Mareike anwies, sich um Vanessa zu kümmern.
    
    Keine Ahnung, wie lange wir den Kerl auf den Boden drückten, bis endlich die Polizei da war, mir erschien es wie eine Ewigkeit. Ich wollte nur noch nach Vanessa sehen, aber ich konnte nicht runter. Frank wies zwei Männer an, uns zu helfen und Andrea zu ersetzen. Er hielt es nicht für klug, dass eine Frau diesen Zombie festhielt.
    
    Andrea und Mareike kümmerten sich dann gemeinsam um Vanessa, die nur noch heulte und nach Hause wollte. Es zerriss mir das Herz und am liebsten hätte ich dem Arschloch unter mir den Schädel eingeschlagen.
    
    Als die Polizei schließlich übernommen hatte, konnte ich sie endlich in die Arme nehmen. Von ihren Klamotten waren nur noch Fetzen übrig und so klammerte sie sich an der Decke fest, die Mareike um sie gelegt hatte.
    
    Gerade, als ich sie nach Hause bringen wollte, kam noch ein Krankenwagen und die Sanitäter untersuchten sie erst mal grob, was auch besser so war. Sie war an etlichen Stellen zerkratzt, ihre Nase ...