1. Das Resort 01 - Die Anreise


    Datum: 25.02.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    Copyright 2023 © LiteroCat1147
    
    Das Resort 01 -- Die Anreise -- Bericht von Paul V1.1
    
    Ich lebte damals mit einer Frau namens Paula zusammen. Wir hatten ein sehr offenes Verhältnis. Jeder von uns hatte ein separates Berufsleben, das uns oft für mehrere Wochen am Stück auf Reisen schickte. So stand gerade ein 'Einsatz' von Paula bevor, bei dem sie zwei Wochen bei ihrem Kunden verbringen würde. Es war bekannt, dass sie es dabei mit dem Gastgeber -- dem lokalen Projektleiter -- trieb. Wieder zu Hause beschrieb sie mir diese wilden Stunden so ausführlich, dass ich manchmal das Gefühl bekam, direkt dabei gewesen zu sein. Umgekehrt war jedoch genauso gut gefahren. Bei mir war es schon vorgekommen, dass ich zwei Monate weg war und dann von sechs 'Projektbekanntschaften' berichtete -- 'Fick für Fick', wie Paula das nannte.
    
    Wenn wir mal beide gerade nicht arbeiteten, machten wir zusammen etwas, z.B. eine Reise. Wir nannten das ein 'Abenteuer' und sorgten dafür, dass immer etwas dabei war, das wir noch nie gemacht hatten. Oft war es etwas Sexuelles. Anfangs besuchten wir reizende Bars und Swinger-Clubs, dann suchten wir meist ein Resort auf, in dem wir vorher noch nie waren -- ausschliesslich jene Sorte, die nur volljährige Mitglieder aufnahmen. Dabei sammelten wir Anregungen für unsere eigenen Resorts.
    
    Paula hatte seit der Schulzeit eine Freundin, mit der sie sich immer wieder traf. Ich frotzelte dann über das 'Kaffeekränzchen'. Diese Freundin hiess Miriam und ich ...
    ... schenkte ihr lange Jahre keine besondere Aufmerksamkeit. Man könnte sogar sagen, dass ich sie keines besonderen Blickes würdigte, bis sie eines Tages mit Paula zusammen beim Kaffee sass, als ich nach Hause kam. Zunächst fielen mir zwei Dinge auf: Erstens machte Miriam den Eindruck, wie wenn sie kürzlich geweint hätte und dringend eine Aufmunterung vertragen könnte. Zweitens war Miriam äusserst attraktiv angezogen, wie wenn sie auf dem Weg zu einer Party wäre. Sie trug einen auffällig kurzen Rock, makellose Strümpfe und hochhackige Schuhe. Ihre teure Bluse betonte ihre üppige Oberweite und gewährte einen reizenden Einblick in das Tal zwischen ihren Hügeln. So wie sie dasass, wirkte sie auffällig und richtig sexy. Die beiden Beobachtungen wollten zunächst überhaupt nicht zusammenpassen.
    
    Paula deutete meinen fragenden Blick richtig und klärte mich auf: «Miriam ist vor zwei Monaten der Freund abhandengekommen, und zwar auf eine Art, die man schon hinterfotzig nennen kann. Da macht er monatelang auf Monogamie, sträubt sich gegen jede Art von Öffnung und geht dann fremd!» -- «Ist das nicht die übliche Form des Zusammenlebens sowohl in Mitteleuropa wie auch in weiteren Teilen der Erde, wo Kirchen und andere Machos die Kultur geprägt haben?» -- «Du hast leicht frotzeln. Du lebst polyamorös und brauchst auf niemanden Rücksicht zu nehmen, weil Du Dein eigener Chef bist und an nichts glaubst, ausser an das Gute im Menschen selbst, das allerdings hin und wieder auf Abwege gerät.»
    
    «Ok. ...
«1234...9»