1. Das Resort 01 - Die Anreise


    Datum: 25.02.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... oder was auch immer. Dazu kamen dann meist deren Frauen und Freundinnen, sofern sie sich mit Paula vertrugen.
    
    Vielleicht muss man für ein vollständiges Bild auch noch etwas über die Firma wissen: Wir erzeugten vorwiegend Super-High-Tech-Produkte, die es sonst nirgends zu kaufen gab -- auf dem ganzen Planeten nicht. So manches unserer Produkte stiess zunächst bei den sogenannten 'Experten' dieser Welt auf völliges Unverständnis. 'Gibt es nicht', 'kann es nicht geben' usw. waren ganz alltägliche Kommentare, bis sie mit eigenen Augen sahen, dass es das Ding -- z.B. ein kompaktes Miniatur-Fusionskraftwerk -- tatsächlich gab. Hier stand es, lief es, funktionierte es!
    
    Natürlich versuchte die Konkurrenz unsere Produkte nachzubauen. Das gelang ihnen in keinem einzigen Fall. Dazu hätten sie Personal gebraucht, das bei uns in die Lehre gegangen wäre, und solches Personal gab es auf dem freien Markt nicht. Wer einmal bei uns in die Lehre gegangen war und es bis in den 'Mittleren Club' geschafft hatte, verliess unsere Firma nie mehr.
    
    Die Produkte wurden auch ausschliesslich unter der Hand vertrieben. Werbung und dergleichen brauchten unsere Produkte genau so wenig wie eine Service-Organisation: Unsere Produkte gingen fast nie kaputt und wenn, dann war das ausschliesslich unsere Sorge. Die wichtigsten Produkte wurden sowieso nicht verkauft, sondern höchstens vermietet.
    
    Die Firma lebte zu einem grossen Teil davon, dass andere sich selbst in grosse Schwierigkeiten brachten, ...
    ... z.B. eine sogenannte Energiewende organisierten, in Wirklichkeit aber einfach eine Mangellage schufen und am Ende jede verfügbare Kilowattstunde einkaufen mussten -- egal zu welchem Preis.
    
    So viel zum Begriff 'Süditalien'. Zurück zu Miriam und Paula: «Du könntest doch Miriam als Deine Sekretärin oder was auch immer mitnehmen. Von mir aus kannst Du sie unseren Freunden auch als deine neue Geliebte vorstellen, aber nur wenn ihr das auch recht ist» Paula war heute wieder einmal eine wahre Quelle von Ideen und ein Ausbund an Diplomatie. Manch andere Frau wäre vor Scham im Boden versunken oder vor Zorn explodiert, aber Miriam konnte Paula offensichtlich nichts übelnehmen. Das sind wahre beste Freundinnen. Sie teilen nicht nur ihre Männer miteinander, sondern auch alle anderen Freuden und Leiden des Lebens...
    
    «Aus meiner Sicht wäre das genau das richtige, Miriam auf andere Gedanken zu bringen. So wie ich das verstehe, geht es doch darum, dass sie gründlich Abschied nimmt von der Kultur, die ihr bisher nur Kummer und Schmerz gebracht hat, von der Monogamie und allem was hierzulande an geistigem Kehricht damit verbunden wird.» Dieser philosophischen Zusammenfassung von Paula war eigentlich nichts hinzuzufügen.
    
    Blieben nur noch die Implementations-Details. Nur so aus Übermut kitzelte ich Paula noch ein wenig: «Wie stellst Du Dir das konkret vor? Hast Du einen Plan oder zumindest ein Motto?» -- «Ein Mantra vielleicht: Wie viele schaffe ich heute?»
    
    Jetzt schauten Miriam und ich ...
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