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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... neunzigminütige Verspätung avisiert, worüber ich Anne natürlich gleich telefonisch informierte. Wir hatten ursprünglich vorgehabt, in München noch gemeinsam irgendwo zum Abendessen einzukehren, das war in der geplanten Form nun sicher nicht mehr möglich. Ganz ehrlich, viel hatte ich nicht an Anne und Luise während der vergangenen Tage gedacht, dafür war einfach zu viel passiert. Der nun plötzlich aufkommende Stress drehte den Fokus meiner Aufmerksamkeit. Nachdem wir uns am Münchner Bahnhof endlich gefunden und schnell noch einen Burger verspeist hatten, erreichten wir den Nachtzug gerade noch rechtzeitig, laut Fahrplan. Aus unerfindlichen Gründen, da er schon zur fahrplanmäßigen Zeit bereitstand, fuhr er allerdings erst mit einer halben Stunde Verspätung los, da hätten wir uns gar nicht so abhetzen brauchen. Ich freute mich trotz des aufgekommenen Stresses wirklich die beiden wiederzusehen, insbesondere Luise hatte ich vermisst. Wir teilten uns das Vierer-Schlafwagenabteil mit einem netten Mann, so dass längere private Gespräche erstmal unpassend erschienen. Zudem sollte auch das Kind zur Ruhe kommen und möglichst bald schlafen, was sich hinzog, so dass wir letztlich alle fast gleichzeitig einschliefen. Ich wachte mehrmals auf, kann in Zügen auch in bequemeren Schlafwagen nicht wirklich durchschlafen und dieser war alles andere als luxuriös. So war ich bei unserer Ankunft in Zagreb nicht wirklich ausgeschlafen, aber mit der Ankunft stellte sich die Vorfreude auf den ...
... Urlaub nun endlich ein. Statt irgendwo in einem Restaurant zu frühstücken, holten wir uns nur etwas aus einer Bäckerei mit Coffee-to-go für mich und frühstückten im Park. Das Wetter war schon an diesem frühen Morgen herrlich und lud förmlich dazu ein, draußen zu frühstücken. Aufgrund unseres reichlichen Gepäcks, wir gingen grundsätzlich mit Rucksäcken auf Reisen, wurde der Weg zur Unterkunft anstrengend und wir froh, als wir dort endlich eintrafen. Ich ließ Anne und Luise zunächst von ihren Erlebnissen in den Alpen erzählen, und deutete nur an, dass ich eine schöne und interessante Zeit, allerdings einen unerwarteten Verlauf in der zweiten Woche, gehabt hatte. Ich beließ es bei dem Bericht, dass wir auf einer Party waren und es ein Problem mit Larissa gab, die Anne ja von meinen Erzählungen namentlich kannte. Vor dem Kind konnte ich schlecht ins Detail gehen. Das war tatsächlich erst bei unserem Aufbruch zur nächsten Station drei Tage später möglich, als wir mit dem Bus weiterfuhren und das Kind mit Kopfhörer Kindersendungen auf meinem Laptop schaute. "Ich wollte dir ja noch von der Party und dem Danach erzählen", fing ich an, nachdem ich gerade eine Nachricht von Larissa beantwortet hatte. Zuvor hatte ich ihnen witzige Bilder von dem sehenswerten Museum der optischen Täuschungen geschickt. Anne sah mich unverwandt an und war gedanklich wohl ganz woanders. "Wieso, was ist passiert?" "Larissa ist ziemlich abgestürzt. Sie hatte es mit dem Koks übertrieben ...