1. Offen 01


    Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,

    ... Budgets zu finden, wäre sicher problematisch geworden. Also eine gewisse Erleichterung, auch wenn die nun gebuchte Unterkunft längst nicht so nobel aussah, wie die zuvor und war tatsächlich ein Zimmer in der Wohnung der Vermieterin.
    
    Die Aktion hatte aber unser Gespräch genau an dem Punkt unterbrochen, wo ich vielleicht erzählt hätte, dass es mit Larissa für mich über eine normale enge Freundschaft hinausging. Ich war im Begriff gewesen, es zu erklären, nun aber sträubte sich in mir etwas, das Gespräch noch einmal anzufangen und diesen Punkt ebenfalls anzusprechen.
    
    Es blieb das einzige Negativerlebnis des ansonsten sehr schönen Urlaubs. Anne hatte aus unseren Reaktionen auf ihre Planungen vorheriger Urlaube gelernt und das Kampf-Sightseeing mit ausreichend Bade- und Relax-Tagen ausbalanciert, so dass auch Luise und ich unseren Spaß hatten.
    
    Wir trafen uns zudem mit ihrer besten Freundin aus der Kita, deren Großeltern zwanzig Kilometer entfernt von unserem jetzigen Standort lebten und wo sie mit ihren Eltern die Ferien verbrachten. Dort gab es auch einen sehr schönen Strand, wo wir kurz hingingen, für die Kinder war aber der Pool direkt am Haus der Großeltern noch interessanter.
    
    In der Unterkunft, wie auch allen anderen, schlief Luise mit uns im Bett, in anderen Unterkünften stand zwar meist ein Bett für sie bereit, aber sie wollte grundsätzlich mit bei uns schlafen. Das führte natürlich auch dazu, dass wir außer Zärtlichkeiten nicht zu besonders viel Action kamen. ...
    ... In dieser Beziehung entpuppte sich allerdings unser Ausweichquartier als Glücksgriff, denn die nette ältere Vermieterin hatte sehr schnell einen Narren an Luise gefressen.
    
    Trotz der Verständigungsprobleme beruhte das auf Gegenseitigkeit und sie fragte uns nach einem anstrengenden Vormittagsprogramm, ob wir uns nicht ein wenig ausruhen wollten. Sie würde gerne für eine Stunde auf die Kleine aufpassen. Wir stimmten zu und nutzten die Gelegenheit sofort, uns nicht auszuruhen, sondern miteinander zu schlafen, wonach ausreichend Zeit verblieb, Anne ebenfalls leckenderweise zur überfälligen Entspannung zu verhelfen.
    
    Wir bedankten uns artig für unsere Ausruhzeit und genossen den Rest des Urlaubs bei traumhaftem Wetter in vollen Zügen.
    
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    Mit Nina hatte ich während des gesamten Urlaubs nur zweimal telefoniert und einmal mit Larissa, die tatsächlich noch eine weitere Woche bei Nina geblieben war. Die Zeit schien ihr gut getan zu haben, sie wirkte zumindest am Telefon sehr ausgeglichen und ruhig.
    
    "Und sonst, alles in Ordnung?", fragte ich sie gegen Ende des Gesprächs, nachdem sie von einer Therapie-Session erzählt hatte.
    
    "Du fehlst mir", kam wie aus der Pistole geschossen zurück.
    
    "Du mir auch. Naja, Freitag sind wir wieder in Deutschland. Wir können uns dann ja bald wieder treffen."
    
    "Hast du deiner Frau erzählt, was passiert ist?"
    
    "In groben Zügen schon, wir hatten ein Problem mit einer Unterkunft, da konnte ich nicht alles erzählen, weil unser Gespräch davon ...