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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... unterbrochen wurde." "Sie weiß doch aber, dass wir miteinander schlafen?" "Ja, sie hatte direkt gefragt, ob das diesmal auch so war", entgegnete ich. Und, nach kurzem Zögern: "Aber ich konnte ihr nicht mehr erklären... dass es anders war. Dass wir... dass ich... anders für dich empfinde..." Es wurde still am anderen Ende der Leitung. "Larissa? Bist du noch dran?" "Ja. Vielleicht brauchst du ihr das nicht zu erzählen. Es ist ja... nichts passiert. Wir sind... Freunde, wir bleiben Freunde..." "Ja. Freunde..." "...die sich lieben", fügte ich im Kopf hinzu, sprach es aber genau wie sie nicht aus. Wir verabschiedeten uns und verblieben so, dass wir uns nach meiner Rückkehr für ein mögliches Treffen kurzschließen würden. Ich schüttelte mich innerlich nach Beendigung des Gesprächs. Ich hoffte, dass wir auch weiterhin unbefangen miteinander umgehen konnten und würden. Ich hoffte es inständig. Der Urlaub kam zu einem schönen Abschluss und wir flogen zurück. Anne hatte keine Einwände, dass ich am Abend, als das Kind bereits im Bett war, Nina noch besuchte. Obwohl ich natürlich während des Urlaubs abgelenkt war, vermisste ich sie doch sehr und hatte viel an sie gedacht. Ich hatte es Anne gegenüber nicht erwähnt, aber sie dachte sich sicher ihren Teil. Ob man dies vielleicht auch in Zukunft so handhaben konnte? Also, dass ich nicht nur einen Nachmittag oder einen "freien" Tag, wo Anne und Luise nicht anwesend waren für Treffen mit Nina zur Verfügung hatte, ...
... sondern auch spätabends noch einmal zu ihr konnte? Ich beschloss, dies mit Anne noch einmal in Ruhe zu besprechen. Zeit würde auch ohne die Urlaubsvorbereitungen weiterhin ein kritischer Faktor werden, da machte ich mir keine Illusionen. Und jetzt kam auch noch Larissa hinzu. Egal, wie wir unser Verhältnis auffassten und betitelten, ich würde keineswegs mit Telefongesprächen und dem fallweisen Treffen mit Nina zusammen zufrieden sein. Ich wollte und musste in ihrem Leben präsent sein, daran teilnehmen. Auch das war mir völlig klar. Nina war außer sich vor Freude, denn ich hatte meinen Besuch nicht angekündigt. Nach heftigem Wiedersehens-Sex lagen wir engumschlungen auf ihrem Bett und rauchten. "Ich hab dich so vermisst...", fing sie an. "Ich dich auch." "Und nicht nur ich", ergänzte sie, ohne mich anzusehen. "Ehm... du meinst Larissa?" "Ja. Ich meine Larissa." "Ich habe nur einmal mit ihr telefoniert... wie ist dein Eindruck, geht es ihr wirklich besser?" "Ja, ich glaube schon, sonst hätte ich sie auch gar nicht weggelassen." "Du machst dir aber immer noch Sorgen?" Sie überlegte eine Weile und machte ihre Zigarette aus. "Nein, wegen ihrer Depressionen nicht. Sie macht ja alles, um die Sache nicht nur in den Griff zu bekommen, sondern hat neue Energie, um sich noch intensiver damit auseinanderzusetzen, mit ihrer Therapeutin und so weiter. Da ist einiges in Bewegung geraten." "Das freut mich. Ich würde sie auch gerne bald wiedersehen, ich weiß ...