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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... Julias Auto, die ebenfalls zu früh dran war. "Moin. Na, da sind wir beide Pünklichkeits-Fetischisten, was?" "Morgen Jan. Sieht ganz so aus. Warte, ich rauche schnell eine mit, mach die nicht aus, das ist Verschwendung", wehrte sie mein im Ansatz ersichtliches Vorhaben ab. "Geiles Wetter. Fast zu schön zum Arbeiten", brachte ich noch heraus. Dann machte mich ihr Anblick erst einmal sprachlos, als sie aus dem Auto stieg. Sie trug ein kurzes einteiliges Sommerkleid, das nur bis knapp über den Hintern reichte und auch im Brustbereich ziemlich viel Einblick gewährte. Sie lächelte befriedigt, als sie meine bewundernde Blicke bemerkte. "Ja, es sollen heute fast dreißig Grad werden. Darum habe ich mich etwas luftiger angezogen. Du bist ja nicht so der Formelle, hast du gesagt. In der Firma trägt bei so einem Wetter eh jeder was er will." Meine Hand zitterte leicht, als ich ihr Feuer gab. "Ja, ich kann mir vorstellen, dass es in deinem Büro heute richtig heiß wird", sagte ich mit bewusster Zweideutigkeit. Sie wollte spielen? Sollte sie haben. "Ich habe mich auch etwas angepasst." "Was ist denn das für ein Stoff?", fragte sie neugierig und strich vorsichtig an meinem Brustbereich darüber. "Kann ich gar nicht sagen", erwiderte ich, von ihrer Nähe und ihrer Berührung leicht aus dem Konzept gebracht. "Habe ich in Indien gekauft. Es hält einen auf jeden Fall sehr angenehm kühl." "Indien? Asien steht auch auf meiner Liste, mich zieht es allerdings eher nach ...
... Japan." "Ja, ich habe da mal ein halbes Jahr gelebt und Englisch unterrichtet, mit meiner Frau zusammen. Wir haben da geheiratet." "Sie ist Inderin?" "Nö, wir sind halt gemeinsam da hin, war über die Kirche organisiert. Und weil wir unverheiratet dort nicht einmal im selben Haus hätten übernachten dürfen, oder Händchenhalten oder sonst was, haben wir dort geheiratet. War eine verrückte Aktion, mit Fernsehen, Presse und redenschwingenden Politikern. Und dreihundert Gästen. Alles in allem ein irres Erlebnis." "Das kann ich mir vorstellen. Aber wieso nicht mal Händchen halten, sind die da so rückständig?" "Dort wo wir waren schon, und es ging ja über die Kirche und da sind die Christen fundamentalistisch. Bei Touristen sehen sie es nicht so eng, aber wir waren ja Aushängeschilder der Kirche, die in einem Dorf lebten und da unterrichteten." "Verstehe. Du bist... gläubig?" "Nö. Meine Frau kommt aus einer Theologenfamilie, also zumindest ihr Großvater ist ein berühmter solcher, und ihr fiel es zumindest nicht so schwer, den ganzen Zauber da mitzumachen. Ich hatte da schon etwas mehr Probleme." "Mann, du hast ja echt schon ganz schön was erlebt. Okay, aufgeraucht? Dann lass uns los, wir können uns heute Abend und beim Mittagessen weiter unterhalten. Wir haben noch ordentlich was vor der Brust heute, obwohl wir gestern schon vorgearbeitet haben." Ich nickte und wir schwangen uns ins Auto. Im Büro angekommen lüftete sie erstmal gründlich und wir beglückwünschten ...