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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... nicht gefunden. Eines war aber trotzdem eingetreten, ich wollte nicht mehr raus aus dieser Ehe. Ich wollte Frau und Kind nicht mehr verlassen. Das wurde mir immer klarer, wenn ich an Nina dachte und die sehr reale Möglichkeit, dass wir uns tatsächlich richtig ineinander verliebten, wenn das nicht bereits ein nicht mehr aufzuhaltender Prozess war. So gut und frei wie an diesem Tag mit ihr im Park hatte ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr gefühlt. So verstanden, angenommen, als Mensch und Mann für attraktiv befunden, begehrenswert, liebenswert. Wenn ich ganz ehrlich war, wurde mir das langsam fast wichtiger als die Sex-Geschichte. Ich hatte etwas begonnen und jetzt wollte ich nicht mehr aufhören. Noch am selben Abend gewann ich eine Auktion für einen Controller, der mich interessiert hatte, bestellte einen ordentlichen Kopfhörer und lud mir das Programm runter, was ich dazu benötigen würde. Dass mich die Lizenz auch noch 200 Euro kosten würde, erzählte ich Anne nicht. Für mich selbst hatte ich mal abgesehen von kleineren Summen für Drogen schon Ewigkeiten nichts mehr ausgegeben. Während ich mir erste Stücke auf der von meinem Manager empfohlenen Seiten anhörte, legte sich Anne ein Profil auf einer Fickseite an, wie sie mir mit einem trotzigen Unterton mitteilte. "Prima. Dann wünsche ich dir viel Erfolg, vor allem, dass du Partner findest, die mehr auf deiner Wellenlänge liegen." Sie antwortete nicht. "Was verwendest du für Bilder? Wenn du willst, kann ich ...
... gerne Fotos von dir machen." "Zwei vom Italien-Urlaub. Danke, das wird reichen. Ich habe schon erste Anfragen", meinte sie erstaunt. Natürlich, Frauen hatten auf diesen Seiten eigentlich keine Schwierigkeiten Kontakte zu finden. Auch als Paar hatten wir damals eine erkleckliche Menge Anfragen bekommen. Ich war erleichtert, dass sie diesen Schritt tat. Weil es mein doch irgendwie vorhandenes schlechtes Gewissen beruhigte? Vielleicht schon. Es war Bewegung in die Geschichte gekommen. Es konnte funktionieren, das glaubte ich immer noch. Es musste funktionieren. Es musste einfach. --- Nina traf ich wieder am Mittwoch. Ich erzählte ihr von den letzten Entwicklungen und Annes Vorwürfen. "Ähnliches habe ich von Mario auch zu hören bekommen. Das ich nur noch mein Ding durchziehe. Er wollte mit mir ins Kino, in so einen Action-Film, auf den ich überhaupt keinen Bock hatte. Früher wäre ich trotzdem mitgegangen, um ihm den Gefallen zu tun. Jetzt habe ich ihm gesagt, er solle eben alleine hingehen." "Ja, die ewigen Kompromisse." "Genau. Ich will das nicht mehr, ich will das machen, was mir Spaß macht, worauf ich Lust habe. Wenn er nicht mitziehen will, eben allein. Ich hatte nochmal versucht, ihn zum Kitty zu überreden. Er blieb beim Nein. Ist mir mittlerweile fast lieber. Dann brauche ich mich wenigstens nicht zurückhalten, und wir können miteinander tanzen... und so." Darauf freute ich mich allerdings auch. Das "und so" elektrisierte mich, eben weil es vage war und ...