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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... es das, was du willst?" "Und wenn das so wäre?" Oh Scheiße. Meine schlimmsten Befürchtungen schienen sich zu bewahrheiten. Ich holte tief Luft. "Es würde mich schrecklich traurig machen, aber du und Luise seid mir wichtiger. Dann ist es eben so." Jetzt sah sie mich wieder an. Lange, prüfend. Sie war immer noch wütend, aber dieses Zugeständnis schien sie doch zu beruhigen. "Das würdest du wirklich tun? Und sie nicht hinter meinem Rücken weiter treffen?" "Ich will überhaupt nichts hinter deinem Rücken tun und nichts, womit du nicht zurechtkommst." "Okay." Sie wandte sich wieder ihrem Computer zu. "Also soll ich sie anrufen und ihr erklären, dass wir uns nicht mehr sehen können?" "Nein. Ich bin jetzt wahrscheinlich auch total bescheuert, aber ich gebe dir die Gelegenheit, mich davon zu überzeugen, dass es funktioniert. Das kannst du nicht mit Worten tun. Das werde ich an deinem Verhalten messen. Habe ich den Eindruck, es funktioniert nicht, was wahrscheinlich ist, siehst du sie entweder nicht mehr, oder packst deine Koffer. So einfach ist das." So einfach ist das. Ich atmete schwer durch. "Danke. Ich liebe dich." "Sag mir das bitte erst wieder, wenn ich es glauben kann." --- Ich wollte Lisa und Andreas vom Rest der Nacht und dem Folgenden erzählen, aber dann nutzte ich die erste Rauchpause des Arbeitstages doch dazu, Nina anzurufen. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass wir über alles Mögliche, ihre Hobbies, ihre Vorlieben und ...
... was weiß ich noch geredet hatte, ich sie aber nie gefragt hatte, was sie beruflich macht. Sie ging sofort ran. "Hey. Schön, dass du anrufst." "Störe ich dich bei der Arbeit? Mir ist gerade aufgegangen, dass ich gar nicht weiß, was du machst." "Nee, geht, warte nur ein paar Sekunden, ich gehe auf unseren Balkon. Ich bin Grafik-Designerin, hauptsächlich Werbung, aber auch andere Webseiten- und Präsentations-Inhalte. Stimmt, das hatte ich dir nie erzählt. So, jetzt kann ich offen reden. Ist alles in Ordnung?" "Ja. Ich habe Anne erzählt, was passiert ist." "Oh." "Sie... gibt mir eine Chance zu beweisen, dass es funktionieren kann, neben unserer Ehe auch die Beziehung mit dir zu führen. Also ohne, dass unsere Ehe darunter leidet." "Im Ernst? Das ist... damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Das ist wunderbar. Du meinst, sie kommt wirklich damit zurecht?" "Ich hoffe es. Und du? An die Möglichkeit hattest du nicht ernsthaft gedacht, oder?" "Doch, klar. Aber das ist nicht alles, oder? Da kommt noch was?" Ich seufzte. "Ja. Wenn sie das Gefühl hat, dass es nicht geht, will sie, dass ich dich entweder nicht mehr sehe, oder meine Koffer packe." "Du hast ihr gesagt, dass ich das nicht zulassen würde?" "Ja, dass du es nicht zulassen würdest, dass ich sie verlasse, also aus meinem Antrieb. Sie hat allerdings dir vorgeworfen, dass du eher darauf spekulierst, dass sie mich rausschmeißt." "Das ist doch dasselbe. Beides könnte ich nicht ertragen. ...