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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... und prekäre Phase der Abstimmung und Öffnung durchlaufen haben", gab sie überraschend direkt und mit feinem Lächeln zurück. "Aber das gehört wie gesagt nicht hierher." Anne war sprachlos. Und jetzt wurde das Gespräch tatsächlich konstruktiv, konnte ich Nina und unsere gemeinsamen Einstellungen endlich so vorstellen, dass Anne zuhörte. Erfuhr genau, welche Ängste und Sorgen Anne davon abhielten sich wirklich und nicht nur pro forma auf das Experiment einzulassen. Welche Mechanismen hilfreich sein konnten, Unstimmigkeiten und Fehlverhalten von vornherein auszuschließen. Kommunikationskanäle zu schaffen und Ähnliches. Im Grunde nichts Neues, aber die Unterstützung, die ich von Frau Sänger nun immer wieder durch ihre genauen Fragestellungen erhielt, schienen wirklich den Widerstand verringern zu können, wenn er auch weiterhin vorhanden war. Noch nie war ich so begeistert aus der Therapiestunde gekommen, ich war drauf und dran gewesen, mich direkt bei ihr zu bedanken. Sie würde das Eingeständnis ihrer eigenen persönlichen Verhältnisse aber wahrscheinlich im Nachhinein als unprofessionell und unpassend einstufen, daher sah ich davon ab. Ich traf Nina am Mittwoch und erzählte ihr überschwänglich von dieser unerwarteten Unterstützung. Es war das erste Mal, dass ich in ihrer Wohnung war. Das Ambiente einer Wohnung sagt viel über den Menschen aus, der dort lebt, ist ein Spiegelbild seiner selbst, seiner Wünsche und Vorlieben. Ihre Wohnungseinrichtung hätte von mir selbst ...
... gestaltet worden sein können. Es war direkt unheimlich, wie ähnlich wir uns waren. "Wow, das kann uns und ihr wirklich helfen. Das freut mich. Ich wünsche mir so sehr, dass es funktioniert und dass es ihr dabei auch gut geht, ehrlich." "Sie ist nicht wirklich eifersüchtig, das ist ein wichtiger Faktor für das tatsächliche Gelingen. Sie hat nur Angst, dass ich mich zu sehr auf dich fokussiere und für sie und das Kind nicht genug Aufmerksamkeit und Liebe bleibt." "Das ist doch auch verständlich. Was schaust du dich so um? Gefällt dir meine Wohnung nicht?" "Im Gegenteil, ich habe beim Reinkommen gedacht, dass ich die wahrscheinlich sehr ähnlich eingerichtet hätte, oder dass es eine von meinen hätte sein können. Wir liegen wirklich auf einer Wellenlänge, es ist unglaublich. Aber jetzt erzähl du, wie ist das Gespräch mit Mario gelaufen?" Sie seufzte. "Lang und unproduktiv. Er versteht viele von meinen Standpunkten nicht, weil er sie nicht verstehen will. Das braucht er jetzt ja aber auch nicht mehr. Er tut mir leid, weil er meint alles in seinem Leben kontrollieren zu können und zu müssen, sich nicht weiter öffnen kann und will. Es tut mir aber auch leid, dass ich ihm wehtun musste. Es ist nicht so, dass meine Gefühle für ihn weg sind. Aber das Vertrauen, dass ich mit ihm eine Beziehung führen kann, in der ich mich wohl fühle, auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass ich den richtigen Schritt getan habe." "Meinst du, ihr könnt noch freundschaftlich miteinander ...