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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... habe." "Das stimmt, so ausgeglichen habe ich ihn seit Beginn unserer Beziehung noch nie erlebt, trotz des Stresses, den wir gerade beide haben. Auch Luise reagiert darauf und ist viel fröhlicher und freut sich, weil ihr Papa mehr Zeit mit ihr verbringt", bestätigte Anne. "Und das mit dem Spaß beim Sex merkt man. Und trifft für beide zu." "Er wird in Ihrer Abwesenheit sicher sehr viel Zeit mit Nina verbringen. Macht Ihnen das Sorgen?" Anne überlegte eine Weile. "Nein, komischerweise überhaupt nicht. Er spricht nicht darüber, weil ich das auch nicht hören wollte, aber die beiden sind sehr glücklich miteinander, das ist ihm anzusehen. Es ist fast schon so... nein, es ist so, dass ich Nina die Zeit gönne, die sie mit ihm dann hat, weil es sicher auch für sie nicht leicht ist, so frisch verliebt zurückzustecken." "Das klingt doch sehr positiv. Ich freue mich besonders, dass Sie zum ersten Mal nicht von ihr oder dieser Frau reden, sondern von Nina. Sie als Person wahrnehmen, nicht als störenden Faktor. Ihr als Person Wünsche und Bedürfnisse zugestehen. Das ist sicher ein Schritt in Richtung der notwendigen Öffnung, von der ich sprach. Die tatsächliche Abstimmung findet dann fast automatisch statt, wahrscheinlich eher nach den Urlaubsfahrten, denn diese sind doch eher Sondersituationen." In diesem Stil ging es noch weiter. Zufrieden machte ich mich mit Anne auf den Weg zur U-Bahn-Station. Anne wirkte nachdenklich. "Okay, ich würde es jetzt doch gerne wissen. ...
... Wie ist der Sex mit Nina?" Ich schluckte. Ob sie das wirklich wissen wollte? Denn darauf gab es nur eine ehrliche Antwort. "Eine Offenbarung." Das war keine Übertreibung. Sie sah mich lange an und nickte dann. Sie hatte es sicher vermutet. Tat ihr das weh, oder konnte sie konzedieren, dass dies bei uns aufgrund der unterschiedlichen Neigungen so gar nicht sein konnte? "Ich hoffe, dass dir ähnliche Erlebnisse ins Haus stehen. Aber es ist nicht nur der Sex, das ist dir klar, hoffe ich?" "Ja, das ist mir klar. Ich gönne es dir und Nina mittlerweile auch, ich will, dass du glücklich bist. Mehr habe ich nie gewollt. Nein, natürlich auch, dass du mit mir und Luise glücklich bist. Aber das scheinst du ja zu sein. Es ist völlig verrückt, dass da erst diese... erst Nina kommen muss, damit genau das wieder möglich ist. Ich hoffe nur, dass nicht doch noch alles kippt. Die Gefahr besteht immer noch, da sollten wir uns nichts vormachen." "Ja, das ist uns allen klar. Gut, heute kochst du? Du kannst auch einfach noch was warm machen, im Gefrierschrank sind noch das Gulasch und die Linsensuppe, wenn es zeitlich zu knapp wird." "Luise wollte Milchreis, das geht schnell. Gut, dann bis heute Abend", wollte sie das Gespräch abschließen, weil ich zur S-Bahn und sie zur U-Bahn musste. "Ich liebe dich", sagte ich ihr leise. Diesmal kam keine Einrede. Diesmal glaubte sie es mir. Gab mir einen Kuss und das "Ich liebe dich" zurück. Am Sonntagmorgen brachte ich Anne und Luise ...