-
Frank Langhans Lehr und Wanderjahre 04
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... etwas verzweifelt. „Du und Alexander Humboldt da draußen sind heute meine einzigen Gäste bislang." Frank schaut sich wieder im Café um. „Na ja, so wirklich einladend sieht es halt auch nicht aus hier." „Wie meinst du das?" Frank deutet nach draußen: „Plastikstühle und Tische, dazu Tischdecken aus dem letzten Jahrhundert. Das lockt schon mal keinen hier rein. Und wer sich doch dazu entschließt reinzukommen, sieht dann hier drinnen -- erstmal fast gar nichts, mit den düsteren alten Vorhängen und den schmutzigen Scheiben". „Dich scheint das Düstere ja nicht so zu stören", neckt ihn Rimi. „Jetzt im Ernst, wenn du Kunden willst, dann musst du hier was ändern." „Ich kann das nicht, das weißt du doch. Und einen Innenarchitekten kann ich mir nicht leisten. Und einen großartigen Umbau schon gar nicht." „Das muss ja auch kein großartiger Umbau werden, entrümpeln und putzen würde schon mal helfen. Ich hätte da schon ein paar Ideen." -- Frank streift sich den Schweiß von der Stirn. In der einen Ecke des Cafés liegt ein Berg alter Lumpen -- äh Vorhängen, Gardinen und Tischdecken. Und er wischt gerade das letzte Fenster mit seinem Lappen sauber. „Ist schon viel heller hier drinnen." Der alte portugiesische Fliesenboden sieht genial aus, wenn man ihn denn endlich sieht. Saubermachen müsste man ihn dringend. Die Möbel sind auch gut, die Tische, er muss grinsen, sind super. Aber in der hinteren Ecke kommen die Tische weg, dort müssen Sofas hin, mit ...
... niedrigen Tischen. Der vordere Teil bleibt so, fürs Restaurant. Rimi kommt zurück, eine Gruppe Leute im Schlepptau, alles Freunde von ihr, die bei der Renovierung helfen wollen. Frank erklärt ihnen, was sie machen sollen. Ein Putztrupp, ein paar Freiwillige zum Tische abschleifen und neu lackieren und dasselbe mit dem 8 Meter langen Tresen, eindeutig das Prunkstück im Restaurant. Rimi bewundert ihn, wie er das alles organisiert und den Überblick nicht verliert. Seine Projektarbeit, nie hätte er gedacht, dass sich der Mist aus der Firma auch im richtigen Leben brauchen lässt -- und muss an die Detektivarbeit auf dem Schiff zurückdenken. Und die Gruppe macht sich an die Arbeit, die Tische zum Abschleifen in einer Ecke, das Gerümpel, das keine Verwendung mehr findet, landet im großen Container vor der Tür. „Hier bekomme ich heute dann wohl keinen Kaffee?" Frank dreht sich um, der deutsche Tourist vom Vortag steht hinter ihm. „Leider nein, wir bauen, bzw. räumen heute um, ab Montag können sie wieder ihren Kaffee bekommen. Und er ist bestimmt noch besser, in einer so schönen Atmosphäre." „Das hoffe ich," nuschelt der Mann, „ich bleibe nämlich länger hier. Ich habe mir dort drüben ein Zimmer gemietet, für zwei Monate erstmal. Egon ist mein Name, Egon Kramer, Lehrer im Ruhestand." Und er deutet auf eine Wohnung schräg gegenüber vom Café, im zweiten Stock. „Frank, Frank Langhans, und das ist Rimi, ihr gehört das Café." Ich hoffe dann, dass wir uns am Montag ...