Bewährung
Datum: 13.04.2024,
Kategorien:
Romantisch
... Probleme. Siehst du die Beulen hier? Die Farbe darunter löst sich, wenn wir Pech haben, kommt alles runter. Oder zumindest ein Teil. Eventuell werden wir dann Teile oder alles noch einmal streichen müssen. Die Farbe sollte trotzdem reichen. Wenn nicht, müssten wir morgen nochmal zum Baumarkt."
"Soll ich vielleicht mit dem Streichen drüben warten und stattdessen mit dem Putzen anfangen?"
"Wenn du möchtest, ja, das macht Sinn. Dann brauchst du nicht mit deiner Abtropfschale hin und her zu laufen. Wie spät ist es überhaupt?"
"Nach zwei."
"Oh. Hast du Hunger? Vielleicht sollten wir eine kurze Pause machen, und etwas essen."
"So farbbekleckert wie wir sind?"
"Na, du siehst doch noch vergleichsweise zivil aus. Ich schaffe es immer locker, mich total einzusauen, gerade beim Decke-Streichen. Magst du uns vielleicht ein Döner oder sowas holen? Ich lade dich selbstverständlich ein."
"Okay, ich wasche mir nur kurz Hände und Gesicht in der Küche. Die Wanne im Bad habe ich natürlich schon abgeklebt."
Sie kam wenige Minuten später zurück, hatte die wenigen Farbspritzer abgewaschen und hielt ihre ordentlichen Klamotten in der Hand. Zuvor hatten wir uns im Bad umgezogen. Ich kam von der Leiter, um die zu verschieben und ihr Geld zu geben.
Ich erstarrte mit dem Zwanziger in der Hand, weil sie sich direkt vor mir das T-Shirt und die alte Jeans auszog. Zum einen, weil sie keinen BH trug, wofür sie bei ihren kleinen Brüsten auch keinerlei Grund hatte, und ihr ...
... Mini-Tanga beim Runterziehen der engen Hose auch noch ein Stück mit runterkam.
Anstatt sich nun erst fertig anzuziehen, rückte sie lediglich ihren Tanga zurecht und kam auf mich zu, um das Geld in Empfang zu nehmen. Mein perplexer Gesichtsausdruck schien sie zu amüsieren, denn sie schmunzelte vor sich hin, während sie zunächst den Geldschein in ihrer anderen Jeans deponierte und sich dann ganz langsam wieder anzog.
Verflucht, was sollte das? Wollte sie mich heiß machen? Oder interpretierte ich das alles falsch?
"Döner?"
"Mir eigentlich egal, irgendeine Kleinigkeit, was auch immer in der Nähe ist. Hier kenne ich mich nicht so gut aus", antwortete ich, nachdem ich meinen Kloß im Hals durch Räuspern beseitigt hatte.
Und, um ihr noch einmal vor Augen zu führen, wer ich war, und worüber wir zuvor gesprochen hatten: "Anette wird heute Abend sicher was Schönes kochen, also würde mir eigentlich auch ein Sandwich oder so reichen."
"Okay."
Ich war richtig erleichtert, als sie sich auf den Weg machte. Das fehlte gerade noch, dass ich mich aus der Situation mit Anna-Katrin nun hoffentlich endlich herauswand, und in die nächste Geschichte schlitterte. Denn so viel war mir bereits klar, ob nun gewollt, oder ungewollt, ich reagierte mittlerweile auf sie.
Nicht wie auf eine Probandin. Vielleicht, weil sie mit Jochen bereits im Bett gewesen war? Es wie eine Option klang? Kein gutes Wochenende, um über solche Fragen nachzudenken. So verwirrt und konfus war ich eigentlich seit ...