1. Bewährung


    Datum: 13.04.2024, Kategorien: Romantisch

    ... meiner Jugend nicht mehr gewesen. Midlife-Crisis?
    
    Es stimmte alles nicht mehr. Mein Selbstbild bröckelte, dafür hatte die Geschichte mit Anna-Katrin schon gesorgt. Davor hatte ich mir nicht einmal vorstellen können, eine Affäre zu haben. Und jetzt? Dachte ich insgeheim schon daran, eine noch falschere zu einem noch schlechteren Zeitpunkt anzufangen?
    
    Es hatte eine Zeit gegeben, wo ich mich als Mann von Charakter betrachtet hatte. Und nun? Im Grunde war ich im selben Boot wie Sophie. Hatte eine Dummheit, na ja, eine Dummheit mehrfach, begangen. Wollte das nun nicht wiederholen. Musste mich also bewähren. Um meine Ehe zu retten.
    
    Als Sophie mit dem Essen zurückkam, hatte ich mich einigermaßen wieder gefangen. Sie hatte tatsächlich ein Döner besorgt, das deutlich besser schmeckte als die, die man bei uns in der Gegend bekam.
    
    Ich betrachtete sie zwar einige Male verstohlen, um abzulesen, ob von ihr tatsächlich irgendwelche Signale kamen, auf die ich reagierte, aber konnte nichts feststellen. Ich hatte tatsächlich in ihrer Abwesenheit neben meine Fassung wiederzufinden auch das Wohnzimmer fertig gestrichen.
    
    Nach dem Essen schafften wir tatsächlich das Bad und die Küche, wobei ich letztere alleine machte, während Sophie bereits im Bad mit dem Putzen anfing. Die Paneelen hätten einen Anstrich ebenfalls vertragen können, aber zum einen hatten wir nicht an Farbe dafür gedacht, zum anderen waren sie Sophie egal.
    
    Als wir kurz vor sieben an meinem Haus eintrafen, waren ...
    ... wir in jedem Fall zufrieden mit dem, was wir geleistet hatten. Besprachen noch die weitere Vorgehensweise in den nächsten Tagen. Ich würde mit ihrer Sachbearbeiterin Kontakt aufnehmen, um für Möbel und Geldzuschuss trotz ihres Alters Wege zu ebnen.
    
    Wir boten ihr an, bei uns zu bleiben, bis sie wirklich eine bezugsfertige Wohnung hatte, und verwarfen die Idee mit der Leihe des Reisebetts wieder. Die Kinder waren begeistert, Anette wirkte ebenfalls zufrieden und Sophie freute sich still in sich hinein.
    
    Da die Jungs an diesem Abend nur mit Katzenwäsche ins Bett gingen, und Anette diesmal keine Hilfe dabei annehmen wollte, konnte Sophie in der Zwischenzeit alleine baden. Worüber sie sich total freute. Was sie ausgiebig tat. Etwas zu ausgiebig?
    
    "Ob sie eingeschlafen ist?", wunderte sich Anette.
    
    "Wäre eigentlich nicht überraschend, so, wie sie heute in ihrer Wohnung gewühlt hat. Vielleicht sollten wir gleich mal nachschauen. Und dann früh ins Bett, damit sie sich früher ablegen kann."
    
    "Früh ins Bett... klingt gut", schmunzelte Anette. "Wenn du nicht zu müde bist."
    
    Oh. Anette war wohl wieder richtig auf den Geschmack gekommen. Den Gedanken fand ich allerdings trotz einer gewissen Erschöpfung, die ich gleichfalls fühlte, sehr anregend.
    
    "So müde nun auch wieder nicht", gab ich also zurück und strich über ihre nackten Beine.
    
    "Ich war heute Morgen ebenfalls fleißig", erklärte sie für mich unverständlich.
    
    "So?"
    
    "Noch ein bisschen höher, und dann findest du es ...
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