1. Bewährung


    Datum: 13.04.2024, Kategorien: Romantisch

    ... über die Gegenwart. Du findest Sophie attraktiv, nicht wahr? Sie reizt dich, obwohl sie so ein junges Ding ist, oder?"
    
    Oh Jammer.
    
    "Ja und irgendwie auch wieder nicht. Ich bin ganz schön durcheinander. Und dass ich mich jetzt so für sie einsetze, hat damit nichts zu tun, ist auch eher Ergebnis der letzten Tage. Wie soll ich das erklären..."
    
    "Brauchst du nicht. Sie hat was."
    
    "Und kein besonders ausgeprägtes Schamgefühl."
    
    "Das macht, glaube ich, ihren besonderen Reiz aus. Dass sie Sexualität noch als etwas völlig Natürliches betrachtet. Die und sich nicht versteckt."
    
    "Das könnte sein."
    
    Sie kaute sich eine Weile auf der Unterlippe herum.
    
    "Wir wollten ehrlich sein. Jetzt erzähle ich dir ein Stück Vergangenheit. Ein Angebot hatte ich auch."
    
    Oh? Damit hatte ich nun allerdings nicht gerechnet.
    
    "Ich habe es nicht angenommen. Noch nicht. Ich war eigentlich soweit. Hatte mich gedanklich und emotional darauf eingestellt. Diese andere, diese neue Erfahrung zu machen."
    
    Ich schluckte. Darüber, wie ich empfinden würde, wenn sie fremdging, hatte ich nie nachgedacht. Fühlte ich jetzt Eifersucht? Nein. Sie hatte es ja auch nicht durchgezogen. Noch nicht... sie war eigentlich soweit...
    
    "Was meinst du mit noch nicht? Du möchtest doch Sex mit ihm haben, ist es das? Hoffst, dass ich dir dazu die Einwilligung gebe?"
    
    Was sie an dieser Antwort so lustig fand, wollte sich mir nicht erschließen.
    
    "Nein. Das Angebot kam von einer Frau."
    
    "Oh."
    
    "Sie reizt mich ...
    ... aber nicht besonders. Der Gedanke, es mit einer Frau zu versuchen, allerdings durchaus."
    
    Uff. Das war schon ein kleiner Schock. Und etwas darüber hinaus. Der Gedanke erregte mich.
    
    "Verstehe. Das meintest du mit neue Erfahrung", holte ich sie ab.
    
    "Genau. Die ich immer noch gerne machen möchte. Mit einer Frau, die mich reizt. Und dem Mann, der mich liebt."
    
    Wow. Das Blut rauschte in meinen Ohren. Mein Mund stand sperrangelweit offen, wie mir in diesem Moment klar wurde. Was sie köstlich zu amüsieren schien.
    
    "Was denkst du darüber?"
    
    "Ehm... interessanter Gedanke."
    
    "Nicht wahr? Und wenn es ein Fehler ist... haben wir ihn wenigstens zusammen begangen."
    
    Anette. Ich kannte sie jetzt, wie lange, achtzehn Jahre? Sechzehn davon waren wir zusammen gewesen. Offenbar kannte ich sie deutlich weniger als ich geglaubt hatte. Dass sie von meiner Affäre wusste, und sie einfach so vergab, hätte ich mir nie träumen lassen. Und nun das...
    
    Ich zog sie an mich und küsste sie. Lange, zärtlich. Aber nicht nur. Ich wurde langsam richtig geil. Was sie bemerkte. War nicht so schwierig, schließlich fand sich ihre Hand noch während des Kusses an meinem Schwanz ein.
    
    "Ah, die Idee gefällt dir richtig gut, hm?"
    
    "Die Idee, ja. Und du gefällst mir noch viel besser. Ich liebe dich, Nettchen. Wenn du möchtest, beweise ich dir das gleich ausgiebig."
    
    "Nettchen? So hast du mich über fünfzehn Jahre nicht mehr genannt. Ob ich möchte... es passt schon, so sehr habe ich es vielleicht ...
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