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Das rote Band und der Wunsch
Datum: 21.04.2024, Kategorien: Nicht festgelegt,
... erreichten sie die abgelegene Bikerbar. Sie gingen an einem Kiesstreifen vorbei, auf dem ein paar Motorräder standen und direkt vor dem Eingang gab es sogar drei Parkplätze für Autos. „Hey, schau mal, ne Bushaltestelle. Der Linienbus hält hier auch", sagte Shelly und deutete auf eine Haltebucht. Sie gingen dorthin und schauten gemeinsam auf den Fahrplan. „Echt jetzt? Der hält hier ja noch seltener als bei dir. Alle zwei Stunden. Und der letzte Bus fährt um neun Uhr." „Nini fragt sich, warum hier überhaupt ein Bus hält, die haben doch alle Motorräder. Welcher Rocker fährt schon mit nem Bus?" „Na ja, vielleicht, wenn er betrunken ist." Leonie schüttelte den Kopf. „Und dann fahren die Rocker mit dem letzten Bus um neun Uhr zu Mami nach Hause?!" Sie zeigte Michelle nen Vogel. „Stimmt, klingt nicht rockermäßig! Aber wir hätten den Bus nehmen können, um hierher zu kommen." „Jep! Zu spät, jetzt sind Nini und Shelly gelaufen." Bevor sie hineingingen, machten sie noch einen gegenseitigen Check-up, ob alles perfekt war. Make-up, Haare, Kleidung und ob sie sexy genug aussahen, um kleine Schlampen zu werden. Leonie prüfte auch, ob das rote Band in ihren Haaren richtig saß, es war Bestandteil der Prophezeiung, weswegen sie hier waren. Als sie es sich zu Hause eingeflochten hatte, waren ihr ein paar Schriftzeichen darauf aufgefallen, die sie vorher nicht bemerkt hatte. Sie erkannte die BuchstabenBHNC -- Gorn1234 -- PS -- BS und GLH. Was sie bedeuteten, wusste ...
... sie nicht, es war ihr auch egal, es gab Wichtigeres. „Soll Nini den String besser gleich ausziehen, damit man das Fötzi unter dem Mini sehen kann, wenn Nini sitzt?", fragte sie Michelle. „Würde ich nicht machen. Ich behalte meinen jedenfalls an. Manche finden es geiler, wenn nicht alles gleich zu sehen ist. Die sollen sich etwas bemühen, um mehr zu bekommen." Nini kicherte. „Richtig. Das Höschen bleibt vorerst an. Nur wenn einer süß ist und nen dicken Schwanz in der Hose hat." Sie hakten sich ein und betraten gemeinsam die Bar. Neben der lauten Rockmusik, die man draußen schon gehört hatte, roch es in der Biker-Bar nach Bier und Nikotin. Der Rammbock war offensichtlich keine Nichtraucher-Kneipe. Ein Schild am Eingang wies darauf auch hin. Wo man sonst eine durchgestrichene Zigarette als Nichtraucherzeichen fand, hing hier ein Zeichen mit einer qualmenden Zigarette in einem Aschenbecher. Darunter stand auf einem Schild mit einem Paragrafenzeichen der Hinweis: „In Bars und Einraumkneipen, in denen nur getrunken und nichts gegessen wird und deren Gastraum unter 75 Quadratmeter groß ist, darf geraucht werden." Daneben hing ein Verkehrsschild mit der Zahl 18+. Michelle rümpfte die Nase. „Eigentlich mag ich den Geruch von Zigaretten nicht." „Shelly wird Nini doch jetzt nicht im Stich lassen." „Natürlich nicht." Sie sahen in den Raum. An einem runden Tisch tranken fünf Männer in Jeans und T-Shirts Bier. Einige trugen ihre Jacken, andere hatten diese ...