1. Die Rasur 01 Veränderung


    Datum: 31.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Tränen. Ich war fassungslos, gedemütigt, sprach- und ratlos, ... und zornig. Ich konnte hören wie Richard in seinen Anzug schlüpfte, den er extra mitgebracht hatte. Ein kurzes „Ich rasier mich im Büro." Er schnappte seine Straßenschuhe und ging los. Bevor er den Niedergang hochstieg, drehte er sich noch einmal kurz um. "Tut mir Leid, aber es ist echt wichtig." Und nachdem er ein paar Tritte nach oben gegangen war ergänzte er noch: „Ach ja, nachher wollte ja Thomas noch kommen wegen der Elektrik. Kannst du bitte solange hierbleiben? Danke Dir." Und weg war er.
    
    Jetzt kochte ich erst richtig. Dieser A....! Was bildete er sich ein? Ich hatte auch ein Geschäft, und zwar nicht nur als Beschäftigung für die gelangweilte Frau eines erfolgreichen Anwalts. Ich hatte mich schon vor meiner Zeit mit Richard sehr erfolgreich selbstständig gemacht und verdiene damit mein eigenes Auskommen. Und jetzt behandelte er mich wie ... wie ... wie sein dummes Frauchen!
    
    Was mich aber noch mehr verletzte war die Demütigung der körperlichen Zurückweisung. Ich achtete sehr auf meinen Körper. Nicht dass es für mich eine Qual wäre, ich bewege mich gerne, gehe an meine Grenzen. Mein straffer, sportlicher Körper ist dabei dann einfach eine Nebenerscheinung. Die ich natürlich gerne in Kauf nehme. Ich kleide mich gerne körperbetont, und bemerke sehr wohl die heimlichen Blicke des `starken Geschlechts`, aber auch die neidischen meiner Geschlechtsgenossinnen.
    
    Scheiße. Ich rollte mich aus dem Bett und ...
    ... rief Michaela an, dass ich heute später käme. Termine bitte verschieben, bla bla bla.
    
    Dann hockte ich auf der Koje und stütze den Kopf in die Hände, Ellenbogen auf den Knien abgestützt, und lauschte den vorbeitreibenden, trüben Gedanken.
    
    Ein Klopfen riss mich aus der Lethargie. „Hallo? Jemand da?", rief eine Männerstimme.
    
    Mist, das war wohl Thomas, der Elektroguru. Ich strich meine zerzauste Mähne zur Seite und schaute mich nach etwas anziehbaren um. „Gleich!", rief ich.
    
    Ich schnappte mir ein Strandkleid, das da lag und warf es mir über den Kopf. Während ich zum Niedergang ging streifte ich es nach unten. Oh Mann, das war kurz! Wo waren meine Slips? Später.
    
    Ich ging ein paar Stufen nach oben und schaute über das Heck zum Steg. Wir legen unser Boot mit dem Heck zum Steg, dann ist es leichter mit dem Gepäck an Bord laden. Dort stand ein junger Mann. Athletischer Typ, braun gebrannt, Kaugummi kauend, Muscle Shirt, lockere Shorts und Sneeker. Ein wandelndes Klischee . Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht um ihn genauer zu sehen. „Thomas?", fragte ich.
    
    „Nö, der kann nich. Hat mich geschickt.", antwortete er schulterzuckend.
    
    „Okeeeee, na dann komm an Bord. Du weißt Bescheid was gemacht werden muß?", fragte ich ihn.
    
    „Naja, schon ... so in etwa", grinste er frech, „Schaumermal."
    
    Und schon stieg er über die Heckreling.
    
    „Na dann komm mal runter", ermunterte ich ihn und ging voraus. Geschickt kletterte er den Niedergang hinter mir her und stand dann vor ...
«1234...8»