1. "Ersteigere-Mich!" Ich Will Sex!


    Datum: 11.06.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... dann bis Samstag um 11 Uhr, ja?"
    
    „Bis dann!"
    
    „Ciao!"
    
    Ich legte auf.
    
    Puh, das war schon mal geschafft. Ich stieß den Atem aus und versuchte mich zu beruhigen. Robert war zwar nicht mein allererster Kunde in meinem Leben, aber immerhin der erste Kunde, den ich in mein privates Refugium einlud. Sowas wollte ich nie machen, aber Zeiten ändern sich. Ich wollte Sex, ich brauchte Sex, ich wollte hemmungslos rumvögeln und dieses erste Fetisch-Date in meiner Wohnung sollte der Anfang sein, meinen inneren Schweinehund zu überwinden, einen fremden Typen in meine Bude zu lassen.
    
    Komischerweise hatte ich nie ein Problem damit, zu einem völlig fremden Kerl ins Auto zu steigen, um seinen Schwanz zu lutschen. Aber was das Eindringen in meiner wohnlichen Schutzzone betraf, war ich sensibel und schüchtern.
    
    Doch warum fühlte ich so?
    
    War es die Angst vor einem längeren Kontakt mit einem Kunden?
    
    Ich meine, beim Blowjob im Auto eines Unbekannten brauchte ich nie viel zu reden. Ich lebte meinen Schwanz- und Spermafetisch aus und 15 Minuten später war alles erledigt. Das war eigentlich genau mein Ding, denn ich war keine Frau, die in menschlicher Interaktion sonderlich begabt war. Schon gar nicht mit Fremden, in deren Gegenwart ich nichts zu erzählen wusste, obwohl ich bestimmt nicht auf den Mund und auf den Kopf gefallen war.
    
    Aber es war an der Zeit, dies zu ändern. Ich wollte über meinen Schatten springen. Wenn ich Sexabenteuer bei mir Zuhause erleben wollte, musste ich ...
    ... die ersten Schritte dorthin wagen.
    
    Vielleicht scheute ich mich auch vor einem sofortigen Sexdate, weil ich länger keinen Sex mehr hatte?
    
    Ich wusste selbst nicht so genau, weshalb ich mich so anstellte und zurückhielt. Andere Mädchen in meinem Alter waren abgebrühter, abgezockter und hätten sich längst schon von einem zahlungswilligen Freier in der eigenen Wohnung durchvögeln lassen. Ich aber dachte wieder einmal zu viel nach und haderte mit mir selbst. Scheinbar gehörte ich nicht zu den kalten Bitches, die es einfach so tun konnten. Darüber war ich aber auch froh, denn so gestrickt war ich wirklich nicht. Gleichzeitig war ich stolz, dass ich endlich meine innerliche Hürde überwinden konnte. Das Date mit Robert stand. Er wusste meinen Namen und meine Anschrift. Und er würde erscheinen, definitiv.
    
    Mir blieben noch knapp 20 Minuten bis Arbeitsbeginn. Die Zeit wollte ich nutzen, mit „Waldpilz666" zu telefonieren.
    
    „Hallo, hier ist Vivienne!", begrüßte ich ihn mit bereits sicherer Stimme, nachdem er abgehoben hatte. Er klang so wie er aussah, nett, charmant und offenherzig.
    
    „Hallöchen Vivienne! Schön, dass du mich anrufst!"
    
    „Bei so einem Netten kann ich doch gar nicht anders!", ging ich in die Vollen. Ich fühlte mich schon jetzt sehr wohl bei ihm, auch wenn es nur seine Stimme war, die mir wie Balsam ins Ohr floss.
    
    „Danke dir, Vivienne." Er fühlte sich geschmeichelt. „Du rufst an wegen einem Termin für unser Date, nicht wahr?"
    
    Ich nickte unwillkürlich, auch ...
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