1. Gut Jaspis (Teil 02)


    Datum: 12.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... wir auf dem Weg noch ein wenig quatschten und ich mich anstrengte, die restlichen Minuten einfach noch zu genießen, schlichen sich trotzdem ausgesprochen gemischte Gefühle bei mir ein. Zum einen fühlte ich mich unheimlich beflügelt und glücklich angesichts dessen, was für einen atemberaubenden Abend ich mit Phil hatte verbringen können. Zum anderen verspürte ich jedoch ein leichtes, unangenehmes Ziehen in der Magengegend, da unsere gemeinsame Zeit nun kurz vor dem Ende stand und ich am liebsten immer wieder eine imaginäre „Rückspulen-Taste" betätigt hätte.
    
    Als wir fast bei mir zu Hause angekommen waren und nur noch um die nächste Straßenecke biegen mussten, bremste ich Phil aus und bat ihn, mich lieber dort zu verabschieden, da ich mir sehr unsicher darüber war, inwieweit mein überaus misstrauischer Wachhund, alias mein Vater, nicht am Fenster hängen und auf meine Rückkehr lauern würde. Wir umarmten uns und küssten uns leidenschaftlich, was abermals ein erhebliches Kribbeln in meinem Unterleib auslöste und mir gleichzeitig das Herz schwer werden ließ. Innerhalb von Sekunden wurde ich von einem übermächtigen Gefühl aus einer Mischung von Geilheit und Verzweiflung überrollt. Ich wollte und konnte mich einfach noch nicht von Phil losreißen. Da kam mir ein weiterer, wenn auch zugegebenermaßen etwas riskanter, Blitzeinfall.
    
    Doch das Risiko war ich mehr als bereit einzugehen. Vollkommen transparent und leicht nervös teilte ich ihm mit, dass ich unseren gemeinsamen Abend noch ...
    ... nicht enden lassen wollte, woraufhin er selbiges erwiderte, jedoch anbrachte, dass er, sofern ich nicht gegen meine häuslichen Auflagen verstoßen wollte, nicht wüsste, wie wir das Dilemma lösen könnten. Doch ich hatte bereits einen, in Anbetracht der kurzen Zeit, ziemlich ausgeklügelten Plan parat. Denn wenn ich in einer Sache Übung hatte, dann darin, kreative Lösungen dafür zu finden, meine Eltern ein wenig auszutricksen und meiner Sexualität zumindest einen gewissen Raum der Entfaltung zu verschaffen.
    
    Ich verabredete mit ihm, dass ich mich zunächst ins Haus begeben würde, wo mit ziemlich sicherer Wahrscheinlichkeit mein Vater auf mich warten würde, um zu überprüfen, ob ich mich auch an unsere Absprache hielt und heile daheim angekommen wäre. Dann würde ich auf mein Zimmer gehen, mich, für den Fall, dass er noch ein letztes Mal bei mir hineinschauen würde, umziehen und mich ins Bett legen. Anschließend hatte ich vor, zu warten, bis auch er sich schlafen gelegt hatte, um mich dann auf Zehenspitzen (und ich konnte leise sein, wie ein Luchs) hinunter in die Küche zu schleichen, wo sich eine Tür befand, die nach draußen in unseren Garten führte. Sobald ich es unbemerkt ins Freie geschafft haben sollte, würde ich den Nachbargarten ansteuern und mich dort mit Phil hinter einer dort befindlichen Gartenhütte treffen.
    
    Diesen Ort hatte ich bewusst gewählt, da ich wusste, dass die Nachbarn sich aktuell im Urlaub befanden und wir dementsprechend ungestört sein sollten. Zudem hatte ...
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