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Das Geburtstagsgeschenk 03
Datum: 26.12.2024, Kategorien: Betagt,
... atemberaubend hohen Absätzen. Ihre Handtasche hatte dieselbe Farbe und auch die Fingernägel waren in diesem Farbton lackiert. Am Nachmittag war sie noch die graue Maus und jetzt spielte sie den Vamp schlechthin? Was sollte das nur werden? Auf jeden Fall versprach der Abend interessant zu werden. Nachdem ich beide gebührend bewundert hatte, bestelle ich ein Taxi, da wir ja mit Sicherheit nicht alkoholfrei bleiben würden. Der Taxifahrer klingelte zehn Minuten später, und endlich konnten wir uns auf den Weg machen. Ich ließ uns zu einem Italiener in einem Vorort fahren, bei dem ich noch nie gewesen war und den ich möglicherweise so schnell auch nicht mehr besuchen würde, je nachdem wie sich der Abend noch entwickeln würde. Meine Kollegen hatten mir versichert, dass er klein aber fein sei. Der Fahrer neben mir schaute mehr zu meinen Begleiterinnen im Rückspiegel als auf die Straße. Ich konnte nicht erkennen, was genau er da sah, aber es schien interessant zu sein. Während ich noch darüber nachdachte, ob er bzw. die beiden Damen ein Sicherheitsrisiko sein könnten, musste er sich leider von ihrem Anblick trennen, da wir unser Ziel erreicht hatten. Ich zahlte das Taxi und wir betraten das Lokal. Nur zwei Tische waren besetzt. Hinten in der Ecke saß ein junges Paar, das viel zu sehr mit sich beschäftigt war, um uns zu beachten. In der Mitte des Raumes saßen drei ältere Herrschaften, zwei füllige Damen mit einem nicht minder korpulenten Herren, die das Pärchen missbilligend ...
... betrachteten. Die Missbilligung in ihren Blicken schlug in pure Entrüstung um, als wir an ihnen vorübergingen. Sie schienen meine Begleiterinnen mit Blicken fressen zu wollen, vor allem Elvira. Ganz im Gegensatz zum Kellner, der sie lieber mit Blicken ausziehen wollte und mich eher als Störfaktor betrachtete. Er wies uns einen Tisch in Nähe der Bar zu. Ich setzte mich mit Blick zur Bar, nachdem ich Elvira den Platz links von mir und meiner Frau zu meiner Rechten angeboten hatte. Der Kellner brachte die Speisekarten. Seinen Blick versenkte er in Elviras Ausschnitt, als er fragte ob wir einen Aperitif wünschten. Wir begannen den Abend mit je einem Glas Prosecco, den er uns auch innerhalb von drei Minuten brachte. Die Speisekarte war nicht sehr umfangreich, aber wir konnten uns nicht so schnell entscheiden, auch weil wir uns ein wenig über die anderen Gäste und den Kellner amüsieren mussten. Folglich hatten wir immer noch nichts ausgesucht, als der Prosecco geleert war. Der Kellner kam wieder, und fragte uns, beziehungsweise Elviras Ausschnitt, ob wir uns bereits entschieden hätten. Wir bestellten eine Flasche Pinot Grigio, die wieder sehr schnell kam. Der Kellner füllte Elviras Glas und verbeugte sich dabei tief vor ihr mit einem „Prego Signora". Sicher konnte er bis zu ihrem Bauchnabel sehen, während er ihr Glas füllte. „Prego Signora" sagt er auch, als er das Weinglas meiner Frau gefüllt hatte, mit einer nicht ganz so tiefen Verbeugung. Das war durchaus verständlich, ...